Marketing

Firmenevents und Catering aktiv akquirieren

Der Erstkontakt läuft über die Personalabteilung, nicht über die Geschäftsführung. Wie ein Angebot aussieht, das dort ankommt.

Firmenevents und Catering aktiv akquirieren
KI-gestützt erstellt. Mehr dazu

Firmenfeiern werden nicht vom Chef geplant, sondern von der Person, die das nebenbei macht. Wer ihr die Arbeit abnimmt, bekommt den Auftrag ohne Preisverhandlung.

Wer tatsächlich entscheidet

In Betrieben unter 200 Beschäftigten liegt die Planung fast immer bei einer Person aus Personal oder Assistenz, die diese Aufgabe zusätzlich zum Tagesgeschäft trägt.

Diese Person sucht keine Auswahl, sondern eine Entscheidung. Ein Angebot mit 3 fertigen Paketen wird beantwortet, eine Karte mit 40 Positionen nicht.

Die Geschäftsführung kommt erst ins Spiel, wenn ein Betrag genehmigt werden muss. Das Angebot muss also so gebaut sein, dass es weitergeleitet werden kann, ohne erklärt zu werden.

Wie das Angebot aussehen muss

Drei Pakete mit festem Preis je Person, jeweils mit Angabe, was enthalten ist und was nicht. Ein Preis je Person ist die einzige Zahl, mit der intern gerechnet werden kann.

Alle Preise als Gesamtpreis. Bei Firmenkunden wird häufig netto gerechnet, aber die Angabe muss vollständig und eindeutig sein, und Missverständnisse an dieser Stelle kosten den Folgeauftrag.

Dazu eine Seite mit den Rahmenangaben: Personenzahl von und bis, Zeitfenster, Anfahrt, Stornofrist. Diese Seite beantwortet 80 Prozent der Rückfragen, bevor sie entstehen.

Der Zeitpunkt der Ansprache

Weihnachtsfeiern werden zwischen August und September vergeben, Sommerfeste zwischen März und April. Wer im November anfragt, bewirbt sich um Absagen.

Zwei Kontakte im Jahr genügen: einer im August, einer im März. Häufiger wird als Werbung empfunden, seltener verpasst das Zeitfenster.

Nutzen Sie den zweiten Kontakt für eine konkrete Frage, nicht für ein Angebot. Wer fragt, ob in diesem Jahr wieder ein Sommerfest geplant ist, bekommt eine Antwort; wer ein Angebot schickt, bekommt keine.

Ansprache und Angebot
PunktWert
Entscheider in Betrieben unter 200 BeschäftigtenPersonal oder Assistenz
Angebotsform3 Pakete mit festem Preis je Person
PreisangabeGesamtpreis, eindeutig
RahmenseitePersonenzahl, Zeitfenster, Anfahrt, Stornofrist
Wirkung der Rahmenseitebeantwortet rund 80 Prozent der Rückfragen
Weihnachtsfeiern werden vergebenAugust bis September
Sommerfeste werden vergebenMärz bis April
Kontakte im Jahr2, im August und im März
Rückmeldung nach der Veranstaltunginnerhalb von 3 Tagen, eine Frage
Wiedervorlage11 Monate später

Was den Folgeauftrag sichert

Eine Rückmeldung nach der Veranstaltung, innerhalb von 3 Tagen, mit einer einzigen Frage: Was hätte besser laufen können. Diese Frage wird beantwortet, und die Antwort ist die Grundlage für das nächste Jahr.

Eine Notiz im Kalender für das Folgejahr, 11 Monate später. Firmenfeiern sind der planbarste Umsatz im Gastronomiejahr, und sie gehen fast nur verloren, weil niemand sich meldet.

Und ein fester Ansprechpartner im eigenen Haus. Wer bei jeder Anfrage mit einer anderen Person spricht, wechselt beim dritten Mal den Anbieter.

Quellen

  1. Preisangabenverordnung, Paragraf 3, Gesamtpreise
  2. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Paragraf 7, unzumutbare Belästigungen

Häufige Fragen

Wer plant Firmenfeiern?

In Betrieben unter 200 Beschäftigten meist eine Person aus Personal oder Assistenz, nebenbei zum Tagesgeschäft.

Wie sollte das Angebot aufgebaut sein?

Drei Pakete mit festem Preis je Person und eine Seite mit Rahmenangaben, die die Rückfragen vorwegnimmt.

Wann muss man ansprechen?

Weihnachtsfeiern zwischen August und September, Sommerfeste zwischen März und April.

Was sichert den Folgeauftrag?

Eine Frage nach der Veranstaltung innerhalb von 3 Tagen und eine Wiedervorlage 11 Monate später.