Ratgeber

Frühstück richtig kalkulieren

Wareneinsatz je Gast, der Verlust durch Buffetreste und die Alternativen zum offenen Buffet.

Frühstück richtig kalkulieren
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Das Frühstück ist die Position, an der ein Haus am leichtesten Geld verliert, weil der Verlust nicht in der Kasse auftaucht, sondern in der Tonne.

Wo der Verlust entsteht

Nicht beim Einkauf, sondern bei der Vorhaltung. Ein Buffet muss bis zur letzten Minute vollständig aussehen, und alles, was dafür ausliegt, ist bei leichtverderblicher Ware verloren.

Rechnen Sie mit 15 bis 30 Prozent Verlust bei offenem Buffet, je nach Belegung und Angebotsbreite. Bei einem Wareneinsatz von 5 Euro je Gast und 40 Gästen täglich sind das 30 bis 60 Euro am Tag, im Jahr zwischen 11.000 und 22.000 Euro.

Der Verlust steigt überproportional bei niedriger Belegung. Ein Buffet für 12 Gäste kostet fast so viel Vorhaltung wie eines für 30, und genau in der Nebensaison ist die Quote am schlechtesten.

Frühstück in Zahlen
PunktWert
Verlust bei offenem Buffet15 bis 30 Prozent
Beispiel: 5 Euro Wareneinsatz, 40 Gäste30 bis 60 Euro Verlust am Tag
Auf das Jahr gerechnet11.000 bis 22.000 Euro
ProblemzeitNebensaison mit niedriger Belegung
Alternative 1reduziertes Buffet mit Nachlegen auf Sicht
Mehraufwand dafür20 bis 30 Minuten je Dienst
Alternative 2kleines Buffet plus Bestellkomponenten
Beste EignungBelegung unter 60 Prozent
Alternative 3servierter Teller, Häuser unter 20 Zimmern
KennzahlWarenkosten geteilt durch Frühstücksgäste
WarnschwelleAnstieg um über 40 Prozent in der Nebensaison

Die drei Alternativen

Erstens das reduzierte Buffet mit Nachlegen auf Sicht. Weniger Fläche, kleinere Behälter, häufigeres Nachfüllen. Das senkt den Verlust deutlich und kostet 20 bis 30 Minuten mehr Personalzeit je Frühstücksdienst.

Zweitens die Kombination aus kleinem Buffet und Bestellkomponenten. Eier, Waffeln und Warmes werden bestellt statt vorgehalten, das Kalte bleibt offen. Diese Form arbeitet bei Belegungen unter 60 Prozent am besten.

Drittens der servierte Teller in Häusern unter 20 Zimmern. Er hat den geringsten Verlust und die höchste Personalbindung, und er passt nur dort, wo die Frühstückszeit ohnehin gestaffelt ist.

Die Rechnung je Gast

Kalkulieren Sie den Wareneinsatz je Gast und nicht je Einkauf. Teilen Sie die Frühstückswarenkosten eines Monats durch die Zahl der Frühstücksgäste, und Sie haben den einzigen belastbaren Wert.

Vergleichen Sie diesen Wert über 12 Monate. Steigt er in der Nebensaison um mehr als 40 Prozent, liegt das an der Vorhaltung und nicht an den Einkaufspreisen.

Zerlegen Sie ihn dann in 4 Gruppen: Backwaren, Aufschnitt und Käse, Warmes, sonstiges. In fast jedem Haus trägt eine dieser 4 Gruppen mehr als die Hälfte des Verlustes.

Was rechtlich dazugehört

Bei unverpackt angebotener Ware gilt die Pflicht zur Allergeninformation wie im Restaurant. Ein Buffet ist unverpackte Ware, und die Angabe muss vor der Entnahme verfügbar sein.

Die vier zulässigen Wege gelten auch hier: Schild am Lebensmittel, Karte, Aushang oder ein schriftliches Angebot. Am Buffet ist das Schild am Behälter der praktikabelste Weg.

Wer mündlich informiert, braucht dieselbe schriftliche Aufzeichnung über Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe, unmittelbar und leicht zugänglich. Ein Ordner am Buffet erfüllt das, ein Ordner im Büro nicht.

Quellen

  1. Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung, Paragraf 4
  2. Lebensmittelhygiene-Verordnung, Paragraf 4, Schulung

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Verlust am Buffet?

15 bis 30 Prozent. Bei 5 Euro Wareneinsatz und 40 Gästen sind das 30 bis 60 Euro am Tag.

Welche Alternative passt zu welchem Haus?

Reduziertes Buffet bei guter Belegung, Buffet plus Bestellkomponenten unter 60 Prozent, servierter Teller unter 20 Zimmern.

Wie berechnet man den Wareneinsatz richtig?

Warenkosten eines Monats geteilt durch die Zahl der Frühstücksgäste, verglichen über 12 Monate.

Gilt die Allergenpflicht am Buffet?

Ja. Ein Buffet ist unverpackte Ware, und die Angabe muss vor der Entnahme verfügbar sein.