Ein Preis, der im letzten Schritt steigt, kostet nicht nur diese Buchung. Er kostet die Bewertung danach, und die steht länger als der Zusatzbetrag wirkt.
Was die Vorschrift verlangt
Wer als Unternehmer Verbrauchern Waren oder Leistungen anbietet oder unter Angabe von Preisen wirbt, hat die Gesamtpreise anzugeben. Gesamtpreis heißt: der Betrag, den der Gast am Ende zahlt.
Werden Preise aufgegliedert dargestellt, ist der Gesamtpreis hervorzuheben. Eine Darstellung mit großem Nachtpreis und kleinen Zusatzposten dreht diese Vorgabe um.
Anzugeben ist außerdem die Einheit, auf die sich der Preis bezieht, soweit das der allgemeinen Verkehrsauffassung entspricht. In der Hotellerie ist das je Zimmer und Nacht oder je Person und Nacht, und der Unterschied ist erheblich.
Die Posten, die üblicherweise fehlen
Die Kurtaxe. Sie wird kommunal erhoben und schwankt erheblich, sie ist aber für den Gast Teil des Betrags, den er zahlt. Nennen Sie sie mit Höhe je Person und Nacht direkt am Preis.
Endreinigung und Servicepauschalen. Beide sind unvermeidbar und gehören deshalb in den Gesamtpreis, nicht in eine Fußnote.
Haustier, Zustellbett, Parkplatz, Frühstück. Diese 4 sind wählbar und dürfen daneben stehen, aber mit Preis und nicht mit dem Hinweis auf Anfrage.
| Punkt | Vorgabe oder Wert |
|---|---|
| Grundpflicht | Gesamtpreis angeben |
| Bei aufgegliederter Darstellung | Gesamtpreis hervorheben |
| Einheit | je Zimmer und Nacht oder je Person und Nacht |
| Unvermeidbar, gehört in den Preis | Kurtaxe, Endreinigung, Servicepauschale |
| Wählbar, mit Preis daneben | Haustier, Zustellbett, Parkplatz, Frühstück |
| Nicht zulässig als Angabe | auf Anfrage |
| Preissprung im Buchungsvorgang | ab rund 12 Prozent regelmäßig Abbruch |
| Diskussion an der Rezeption | 5 bis 10 Minuten je Fall |
| Bei 3 Fällen je Woche | über 20 Stunden im Jahr |
| Saubere Darstellung | 3 Zeilen: Betrag, enthalten, wählbar |
| Prüftermin | nach jeder Änderung kommunaler Abgaben |
Was Intransparenz tatsächlich kostet
Der Abbruch im Buchungsvorgang ist der erste Verlust. Ein Preis, der zwischen Auswahl und Zahlung um 12 Prozent steigt, führt regelmäßig zum Abbruch, und der Gast bucht dort, wo der Betrag von Anfang an stimmte.
Die Diskussion an der Rezeption ist der zweite. Sie kostet 5 bis 10 Minuten je Fall, und bei 3 Fällen je Woche sind das über 20 Stunden im Jahr.
Die Bewertung ist der dritte und teuerste. Eine Bewertung, die von versteckten Kosten spricht, wirkt über Monate und lässt sich nicht durch eine Antwort auflösen, weil der Vorwurf zutrifft.
Wie eine saubere Darstellung aussieht
Ein Betrag groß, darunter eine Zeile mit den enthaltenen Bestandteilen und eine mit den wählbaren, jeweils mit Preis. Drei Zeilen, die jede Rückfrage beantworten.
Dieselbe Darstellung auf allen Kanälen: eigene Seite, Portal, Angebot per Mail, Aushang. Unterschiedliche Darstellungen erzeugen genau die Vergleiche, die zu Diskussionen führen.
Und ein Prüftermin nach jeder Änderung kommunaler Abgaben. Eine Kurtaxe, die zum Jahreswechsel steigt, muss zum Jahreswechsel überall geändert sein, nicht im Februar.
Quellen
Häufige Fragen
Gehört die Kurtaxe in den Preis?
Sie ist Teil des Betrags, den der Gast zahlt, und gehört mit Höhe je Person und Nacht direkt an den Preis.
Was darf daneben stehen?
Wählbare Leistungen wie Haustier, Zustellbett, Parkplatz und Frühstück, aber mit Preis und nicht mit dem Hinweis auf Anfrage.
Was kostet ein Preissprung im Buchungsvorgang?
Ab rund 12 Prozent regelmäßig den Abbruch, dazu Diskussionen an der Rezeption und im schlimmsten Fall eine Bewertung.
Wie sieht eine saubere Darstellung aus?
Ein Betrag groß, darunter je eine Zeile für enthaltene und wählbare Bestandteile mit Preis.