Der Inhalt, der in der Zahnmedizin am meisten Reichweite verspricht, ist genau der, den das Heilmittelwerberecht am stärksten begrenzt. Das ist kein Nachteil, sondern eine klare Entscheidungshilfe.
Was untersagt ist
Die vergleichende Darstellung des Körperzustandes oder des Aussehens vor und nach dem Eingriff ist für operative plastisch-chirurgische Eingriffe untersagt. Der Grenzverlauf zu ästhetischen zahnmedizinischen Behandlungen ist im Einzelfall zu prüfen und im Zweifel fachlich zu klären.
Äußerungen Dritter, insbesondere Dank-, Anerkennungs- oder Empfehlungsschreiben, sowie Hinweise darauf sind in der Werbung außerhalb der Fachkreise eingeschränkt. Ein Patientenvideo mit Lob fällt in diesen Bereich.
Und Aussagen, die nahelegen, dass die Gesundheit durch das Unterlassen einer Behandlung beeinträchtigt würde, sind untersagt. Beiträge, die mit Folgen drohen, sind damit ausgeschlossen.
| Punkt | Regel oder Wert |
|---|---|
| Untersagt 1 | vergleichende Darstellung vor und nach dem Eingriff bei operativen plastisch-chirurgischen Eingriffen |
| Eingeschränkt | Äußerungen Dritter wie Dank- und Empfehlungsschreiben |
| Untersagt 2 | Werbung mit Angst vor Folgen |
| Funktioniert 1 | Menschen bei der Arbeit |
| Funktioniert 2 | Ablauf für Angstpatienten |
| Funktioniert 3 | Team und Ausbildung |
| Beiträge | 2 je Woche, 104 im Jahr |
| Zeit für Beiträge | rund 26 Stunden |
| Zeit für Antworten | rund 30 Stunden |
| Gesamtaufwand | rund 56 Stunden im Jahr |
| Schweigepflicht | kein Patient erkennbar, auch nicht im Hintergrund |
| Zugriff | 1 Person, nicht 4 |
Was übrig bleibt und besser funktioniert
Menschen bei der Arbeit. Ein Beitrag über die Aufbereitung, über einen neuen Behandlungsstuhl oder über den Ablauf eines Termins erzeugt mehr Reaktionen als jedes Behandlungsergebnis.
Der Ablauf für Angstpatienten. Eine Beschreibung, was beim ersten Termin passiert, Schritt für Schritt, ist der Inhalt mit der höchsten praktischen Wirkung, weil er Hemmschwellen senkt.
Und Ausbildung und Team. Eine Praxis, die zeigt, wer dort arbeitet, gewinnt Bewerbungen, und Personal ist in vielen Praxen der engere Engpass als Patientenzahl.
Der Aufwand
Zwei Beiträge je Woche sind 104 im Jahr. Bei 15 Minuten je Beitrag sind das 26 Stunden, dazu rund 5 Minuten am Tag für Antworten, also weitere 30 Stunden.
Zusammen rund 56 Stunden im Jahr. Rechnen Sie diese Zahl gegen die Alternativen: dieselbe Zeit in der Pflege des Unternehmensprofils oder in Rückrufen erzeugt in vielen Praxen mehr Termine.
Wer die Zeit nicht hat, geht auf 1 Beitrag je Woche und antwortet dafür verlässlich. Ein Kanal, der veröffentlicht und nicht antwortet, wirkt wie eine Anzeigentafel.
Die Schweigepflicht im Alltag
Kein Patient ist erkennbar, auch nicht im Hintergrund. Ein Beitrag aus dem Behandlungszimmer braucht ein leeres Zimmer oder eine dokumentierte Einwilligung.
Auch die Bestätigung, dass jemand Patient ist, ist eine Offenlegung. Reagieren Sie deshalb auf Kommentare nie mit einem Behandlungsbezug, auch nicht mit einem freundlichen.
Und legen Sie fest, wer veröffentlicht. Eine Person mit Zugang, nicht 4, denn jede zusätzliche Person erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass im Hintergrund eines Bildes etwas steht, das dort nicht hingehört.
Quellen
Häufige Fragen
Sind Vorher-Nachher-Bilder erlaubt?
Für operative plastisch-chirurgische Eingriffe ist die vergleichende Darstellung untersagt. Der Grenzverlauf ist im Einzelfall zu prüfen.
Darf man Patientenstimmen zeigen?
Äußerungen Dritter wie Dank- oder Empfehlungsschreiben sind in der Werbung außerhalb der Fachkreise eingeschränkt.
Was funktioniert stattdessen?
Menschen bei der Arbeit, der Ablauf für Angstpatienten und das Team. Letzteres bringt zusätzlich Bewerbungen.
Was kostet der Kanal?
Rund 56 Stunden im Jahr bei 2 Beiträgen je Woche einschließlich Antworten.