Die CE-Kategorie beschreibt, für welche Bedingungen eine Yacht entworfen wurde. Im Charterbetrieb wird sie zur Grenze des Fahrtgebiets, und zwar unabhängig davon, was die Crew sich zutraut.
Die Kennzeichnungspflicht
Sportboote, die nach dem 15. Juni 1998 erstmals auf den Markt der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gelangen, dürfen nur in Betrieb genommen werden, wenn sie mit der vorgeschriebenen CE-Kennzeichnung versehen sind, soweit sie danach kennzeichnungspflichtig sind.
Die Kennzeichnung knüpft an das Inverkehrbringen an, nicht an das Baujahr. Ein älteres Boot, das erstmals in den europäischen Markt eingeführt wird, kann dadurch kennzeichnungspflichtig werden.
Das betrifft Importe aus Drittstaaten. Klären Sie die Frage vor dem Kauf, denn die nachträgliche Bewertung ist aufwendig und im Einzelfall teurer als die Preisdifferenz, die den Import attraktiv gemacht hat.
Die Entwurfskategorien
Die produktsicherheitsrechtlichen Vorschriften für Sportboote unterscheiden 4 Entwurfskategorien nach den Bedingungen, für die das Boot entworfen wurde: A für hohe See, B für außerhalb von Küstengewässern, C für küstennahe Gewässer, D für geschützte Gewässer.
Die Kategorie steht auf dem Herstellerschild zusammen mit der zulässigen Personenzahl und der Höchstzuladung. Drei Angaben auf einem Schild, alle drei verbindlich.
Die zulässige Personenzahl ist die Zahl, die auch in Angebot und Vertrag stehen muss. Eine Buchung für 10 Personen auf einer Yacht mit zulässigen 8 ist ein Mangel, bevor die Charter beginnt.
| Punkt | Regel oder Wert |
|---|---|
| Kennzeichnungspflicht | Inbetriebnahme nur mit vorgeschriebener CE-Kennzeichnung |
| Anknüpfung | erstmaliges Gelangen auf den Markt |
| Stichtag | 15. Juni 1998 |
| Betroffen | Importe aus Drittstaaten |
| Kategorie A | hohe See |
| Kategorie B | außerhalb von Küstengewässern |
| Kategorie C | küstennahe Gewässer |
| Kategorie D | geschützte Gewässer |
| Auf dem Herstellerschild | Kategorie, zulässige Personenzahl, Höchstzuladung |
| In den Vertrag | die zulässige Personenzahl |
| Abzugleichen | Kategorie und versichertes Fahrtgebiet |
| Im Zweifel | die engere Grenze gilt |
| Datenblatt je Yacht | 8 Werte |
| Entscheidender Wert | der Tiefgang |
Die Bedeutung im Charterbetrieb
Die Kategorie begrenzt das sinnvolle Fahrtgebiet, und die Versicherung knüpft daran an. Ein Boot der Kategorie C in einem Revier mit langen Überfahrten passt weder zur Konstruktion noch zur Police.
Nehmen Sie Kategorie, Personenzahl und Zuladung in jedes Angebot auf. Sie sind für die Entscheidung des Kunden wesentliche Angaben und schützen zugleich vor der Buchung, die nicht passt.
Und gleichen Sie das versicherte Fahrtgebiet mit der Kategorie ab. Weichen beide voneinander ab, gilt im Schadensfall die engere Grenze, und das ist selten die, mit der geworben wurde.
Die Vermessung
Länge, Breite, Tiefgang und Verdrängung bestimmen Liegeplatzkosten, Kanalgebühren und die Zugänglichkeit von Häfen. Vier Werte, die in jede Reviersbeschreibung gehören.
Der Tiefgang ist der Wert, der Buchungen entscheidet. In Revieren mit flachen Zufahrten schließt ein Tiefgang über 2,10 Meter regelmäßig ganze Bereiche aus.
Führen Sie deshalb je Yacht ein Datenblatt mit 8 Werten: Länge über alles, Breite, Tiefgang, Verdrängung, Kategorie, zulässige Personenzahl, Kojenzahl, Motorleistung. Es beantwortet rund 80 Prozent der Rückfragen vor der Buchung.
Quellen
Häufige Fragen
Woran knüpft die CE-Kennzeichnung an?
An das erstmalige Gelangen auf den europäischen Markt, nicht an das Baujahr.
Welche Entwurfskategorien gibt es?
A für hohe See, B für außerhalb von Küstengewässern, C für küstennahe und D für geschützte Gewässer.
Was steht auf dem Herstellerschild?
Kategorie, zulässige Personenzahl und Höchstzuladung.
Welcher Wert entscheidet Buchungen am häufigsten?
Der Tiefgang, weil er in flachen Revieren ganze Bereiche ausschließt.