Eine Werft verkauft Vertrauen in eine Arbeit, die der Kunde später nicht mehr sehen kann. Genau deshalb ist die Dokumentation des Zwischenzustands das stärkste Argument, das eine Werft hat.
Was zu dokumentieren ist
Der Ausgangszustand mit Befund, der freigelegte Zustand, die Ausführung und das Ergebnis. Vier Stufen je Gewerk, nicht nur vorher und nachher.
Die zweite Stufe ist die wichtigste. Sie zeigt den Befund, den ein Kunde später nie sieht, und sie erklärt zugleich, warum die Arbeit gekostet hat, was sie gekostet hat.
Bei einem Refit mit 6 Gewerken und 4 Stufen sind das 24 dokumentierte Punkte. Rechnen Sie 10 Minuten je Punkt, also rund 4 Stunden über die gesamte Werftzeit.
Die Zustimmung des Eigners
Sie ist vor Beginn einzuholen, schriftlich, mit Umfang: Anfertigung, Veröffentlichung mit Kanal und Dauer, Nennung des Bootsnamens.
Der Bootsname ist der Punkt, an dem Eigner am häufigsten widersprechen. Eine Dokumentation ohne Namen und ohne Kennzeichen ist weiterhin verwendbar und beendet die meisten Diskussionen.
Regeln Sie außerdem den Fall des Verkaufs. Wechselt die Yacht den Eigentümer, bleibt die erteilte Zustimmung des früheren Eigners maßgeblich, und ein Hinweis darauf im Vertrag erspart die spätere Anfrage.
| Punkt | Wert oder Regel |
|---|---|
| Stufe 1 | Ausgangszustand mit Befund |
| Stufe 2 | freigelegter Zustand |
| Stufe 3 | Ausführung |
| Stufe 4 | Ergebnis |
| Wichtigste Stufe | der freigelegte Zustand |
| Bei 6 Gewerken | 24 dokumentierte Punkte |
| Aufwand | rund 4 Stunden über die Werftzeit |
| Zustimmung | vor Beginn, schriftlich |
| Zu regeln | Anfertigung, Veröffentlichung, Bootsname |
| Häufigster Widerspruch | die Nennung des Bootsnamens |
| Bildrechte | beim Lichtbildner |
| Bei Mitarbeitern | Zuordnung im Arbeitsvertrag |
| Personen im Bild | nur mit Einwilligung |
| Je Referenz | 6 bis 10 Bilder und 4 Angaben |
Die Rechte an den Bildern
Der Urheber kann einem anderen das Recht einräumen, das Werk auf einzelne oder alle Nutzungsarten zu nutzen, einfach oder ausschließlich, räumlich, zeitlich oder inhaltlich beschränkt.
Auch einfache Lichtbilder sind geschützt, und das Recht steht dem Lichtbildner zu. Bei Aufnahmen durch Mitarbeiter ist die Zuordnung im Arbeitsvertrag zu regeln.
Und bei Personen im Bild gilt: Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet werden. In einer Werfthalle sind fremde Beschäftigte schnell im Bild.
Die Darstellung
Je Referenz 6 bis 10 Bilder, dazu 4 Angaben: Bootstyp, Baujahr, Umfang der Arbeiten, Werftzeit in Wochen. Die Werftzeit ist die Angabe, die andere Eigner am meisten interessiert.
Nennen Sie keine Preise, sondern Umfänge. Preise sind ohne Befund nicht vergleichbar und erzeugen Erwartungen, die im nächsten Projekt nicht zu halten sind.
Rechnen Sie 60 bis 90 Minuten je Referenzseite. Bei 8 Referenzen sind das rund 10 Stunden, und sie beantworten den größten Teil der Fragen, die sonst im Erstgespräch gestellt werden.
Quellen
Häufige Fragen
Welche Stufe ist am wichtigsten?
Der freigelegte Zustand. Er zeigt den Befund, den der Kunde später nie sieht.
Was ist mit dem Eigner zu klären?
Anfertigung, Veröffentlichung mit Kanal und Dauer sowie die Nennung des Bootsnamens.
Wem gehören die Bilder?
Dem Lichtbildner. Bei Mitarbeitern ist die Zuordnung im Arbeitsvertrag zu regeln.
Welche Angabe interessiert andere Eigner am meisten?
Die Werftzeit in Wochen.