Ein Umzug scheitert selten am Kopieren der Dateien und fast immer an der Namensauflösung. Wer eine Woche vorher eine einzige Zahl ändert, verkürzt die Umstellung von Tagen auf Minuten.
Die entscheidende Einstellung
Jeder Eintrag im Namenssystem trägt eine Gültigkeitsdauer. Sie sagt, wie lange ein auflösender Server die Antwort behalten darf, bevor er erneut nachfragt.
Übliche Werte liegen bei 3.600 oder 86.400 Sekunden, also 1 Stunde oder 24 Stunden. Bei 24 Stunden dauert eine Umstellung im schlechtesten Fall einen ganzen Tag, in dem Besucher teils auf dem alten und teils auf dem neuen Server landen.
Setzen Sie den Wert deshalb 48 Stunden vor dem Umzug auf 300 Sekunden. Nach dem Umzug und einer Kontrolle stellen Sie ihn wieder auf den ursprünglichen Wert zurück.
Die Reihenfolge
Erstens vollständige Sicherung. Zweitens Einrichtung beim neuen Anbieter. Drittens Übertragung von Dateien und Datenbank. Viertens Prüfung über eine vorläufige Adresse. Fünftens Absenken der Gültigkeitsdauer. Sechstens Umstellung der Einträge. Siebtens Prüfung. Achtens Zertifikat kontrollieren.
Der vierte Schritt ist der wichtigste: Prüfen Sie die Seite auf dem neuen Server, bevor irgendein Eintrag geändert wird. Wer erst umstellt und dann prüft, prüft im laufenden Betrieb.
Frieren Sie die Inhalte während des Umzugs ein. Änderungen, die nach der Übertragung auf dem alten System gemacht werden, sind nach der Umstellung verloren, und niemand merkt es sofort.
| Punkt | Wert oder Regel |
|---|---|
| Entscheidend | Gültigkeitsdauer der Namenseinträge |
| Üblicher Wert | 3.600 oder 86.400 Sekunden |
| Bei 86.400 | Umstellung dauert bis zu 24 Stunden |
| Vor dem Umzug | 48 Stunden vorher auf 300 Sekunden senken |
| Danach | auf den ursprünglichen Wert zurücksetzen |
| Schritt 1 bis 3 | Sicherung, Einrichtung, Übertragung |
| Schritt 4 | Prüfung über eine vorläufige Adresse |
| Schritt 5 bis 6 | Gültigkeitsdauer senken, Einträge umstellen |
| Schritt 7 bis 8 | Prüfung, Zertifikat kontrollieren |
| Während des Umzugs | Inhalte einfrieren |
| Übersehen 1 | die Postfächer |
| Übersehen 2 | das Zertifikat |
| Übersehen 3 | zeitgesteuerte Aufgaben |
| Prüfliste | 10 Punkte, rund 20 Minuten |
| Altes Paket behalten | 14 bis 30 Tage |
Was übersehen wird
Die Postfächer. Wird der Namenseintrag für die Post mit umgestellt, ohne dass die Postfächer umgezogen sind, kommt keine Nachricht mehr an, und die Absender erhalten keine Fehlermeldung.
Die Zertifikate. Ein neues Zertifikat wird erst ausgestellt, wenn die Namensauflösung auf den neuen Server zeigt; zwischen Umstellung und Ausstellung liegen Minuten bis Stunden, in denen Warnungen erscheinen.
Und Aufgaben, die zeitgesteuert laufen. Sicherungen, Importe und Versandaufträge sind auf dem alten Server eingerichtet und laufen dort weiter, bis jemand sie abschaltet.
Die Prüfliste danach
Startseite, 3 Unterseiten, Formular mit Testsendung, Anmeldung, Bilder, Verweise, Zertifikat, Weiterleitungen, Postempfang, Postversand. Zehn Punkte, rund 20 Minuten.
Prüfen Sie zusätzlich die Antwortzeiten. Ein Umzug auf ein günstigeres Paket ist häufig ein Umzug auf ein langsameres, und das zeigt sich erst unter Last.
Und lassen Sie das alte Paket 14 bis 30 Tage bestehen. Es ist die günstigste Versicherung gegen alles, was in der Prüfliste nicht vorkam.
Quellen
Häufige Fragen
Welche Einstellung entscheidet über die Dauer?
Die Gültigkeitsdauer der Namenseinträge, üblicherweise 3.600 oder 86.400 Sekunden.
Wann wird sie gesenkt?
48 Stunden vor dem Umzug auf 300 Sekunden, danach zurückgesetzt.
Welcher Schritt ist der wichtigste?
Die Prüfung auf dem neuen Server über eine vorläufige Adresse, vor jeder Umstellung.
Was wird am häufigsten übersehen?
Postfächer, Zertifikat und zeitgesteuerte Aufgaben.