Ein Zertifikat, das automatisch verlängert wird, fällt genau dann aus, wenn niemand hinsieht. Und eine Seite mit gemischten Inhalten zeigt trotz gültigem Zertifikat keine sichere Verbindung.
Die Verlängerung
Kostenfreie Zertifikate laufen typischerweise 90 Tage und werden 30 Tage vor Ablauf automatisch erneuert. Das Verfahren setzt voraus, dass der Server über die Domain erreichbar ist und ein Prüfpfad ausgeliefert wird.
Genau dort liegt die häufigste Störung: Eine Umleitung, eine Sperre für unbekannte Zugriffe oder eine Wartungsseite blockiert den Prüfpfad, und die Verlängerung schlägt still fehl.
Richten Sie deshalb eine Überwachung ein, die 14 Tage vor Ablauf warnt. Ohne sie fällt der Ausfall erst auf, wenn Besucher eine Warnung sehen, und das ist 30 Tage nach dem ersten fehlgeschlagenen Versuch.
Gemischte Inhalte
Wird eine Seite verschlüsselt ausgeliefert, lädt aber ein Bild, ein Skript oder eine Schrift über eine unverschlüsselte Adresse, gilt die Seite als gemischt. Der Browser blockiert dann Teile oder zeigt keine sichere Verbindung an.
Die häufigsten Ursachen sind fest eingetragene Adressen in Inhalten, in Einstellungen des Erscheinungsbilds und in der Datenbank aus der Zeit vor der Umstellung.
Suchen Sie deshalb nach unverschlüsselten Adressen in der Datenbank, nicht nur im Seitenquelltext. Bei einer Website mit 200 Beiträgen finden sich erfahrungsgemäß 20 bis 80 Treffer.
| Punkt | Wert oder Regel |
|---|---|
| Laufzeit kostenfreier Zertifikate | typischerweise 90 Tage |
| Automatische Erneuerung | 30 Tage vor Ablauf |
| Voraussetzung | Erreichbarkeit und Auslieferung des Prüfpfads |
| Häufigste Störung | Umleitung oder Sperre blockiert den Prüfpfad |
| Überwachung | Warnung 14 Tage vor Ablauf |
| Gemischter Inhalt | unverschlüsselt geladenes Bild, Skript oder Schrift |
| Folge | Blockade oder keine sichere Verbindung |
| Ursachen | feste Adressen in Inhalten, Einstellungen, Datenbank |
| Suchort | die Datenbank, nicht nur der Quelltext |
| Treffer bei 200 Beiträgen | 20 bis 80 |
| Schritt 1 bis 3 | Sicherung, Adressen ersetzen, Einstellungen prüfen |
| Schritt 4 | dauerhafte Umleitung auf dem Server |
| Nicht in einer Erweiterung | die Umleitung |
| Prüfpunkte | 6 |
| Ebenfalls zu prüfen | Verzeichnisse und Postfächer |
Die Umstellung
Erstens Sicherung. Zweitens Adressen in der Datenbank ersetzen. Drittens Einstellungen prüfen. Viertens eine dauerhafte Umleitung von unverschlüsselt auf verschlüsselt einrichten. Fünftens Prüfung.
Die Umleitung gehört auf den Server und nicht in eine Erweiterung. Eine Erweiterung wird abgeschaltet oder fällt bei einem Fehler aus, eine Serverregel bleibt.
Prüfen Sie danach 6 Punkte: Startseite, Unterseite, Formular, Anmeldung, ein Bild aus einem alten Beitrag, das Zertifikat selbst mit Ablaufdatum.
Was übersehen wird
Weiterleitungen aus alten Verweisen. Ein Verweis aus einer Broschüre auf eine unverschlüsselte Adresse muss weiterhin funktionieren, und die Umleitung darf keine Kette bilden.
Der Eintrag im Unternehmensprofil und in Verzeichnissen. Er zeigt häufig noch auf die unverschlüsselte Adresse; die Umleitung fängt das ab, kostet aber einen zusätzlichen Schritt bei jedem Aufruf.
Und die Postfächer und Weiterleitungen, wenn das Zertifikat auch dort verwendet wird. Ein abgelaufenes Zertifikat auf dem Postserver erzeugt Warnungen in jedem Programm, ohne dass die Website betroffen wäre.
Quellen
Häufige Fragen
Wie lange laufen kostenfreie Zertifikate?
Typischerweise 90 Tage, mit automatischer Erneuerung 30 Tage vor Ablauf.
Warum schlägt die Verlängerung fehl?
Weil eine Umleitung, Sperre oder Wartungsseite den Prüfpfad blockiert.
Was sind gemischte Inhalte?
Unverschlüsselt geladene Bilder, Skripte oder Schriften auf einer verschlüsselten Seite.
Wohin gehört die Umleitung?
Auf den Server, nicht in eine Erweiterung.