Ladezeit wird nicht mehr in Sekunden bis zum fertigen Bild gemessen, sondern in drei Werten, die beschreiben, wie sich eine Seite anfühlt. Jeder davon hat eine eigene Ursache.
Die drei Werte
Der erste misst, wann der größte sichtbare Inhalt fertig ist. Er beschreibt den Eindruck, dass die Seite da ist, und hängt vor allem an Bildern, Schriften und der Antwortzeit des Servers.
Der zweite misst die Verzögerung zwischen einer Eingabe und der Reaktion. Er hängt an der Menge an Skripten, die im Hintergrund arbeiten, während der Besucher schon klickt.
Der dritte misst, wie stark sich das Layout während des Ladens verschiebt. Er entsteht durch Bilder ohne Größenangabe, nachgeladene Schriften und eingeblendete Hinweisfelder.
Was bei Firmenwebsites wirkt
Bilder. Sie machen bei einer üblichen Firmenseite 60 bis 80 Prozent des übertragenen Datenvolumens aus. Eine Umstellung auf ein modernes Format und passende Größen halbiert die Ladezeit häufig ohne jede weitere Maßnahme.
Schriften. Werden sie von einem fremden Server geladen, kommt zur Ladezeit eine zusätzliche Verbindung hinzu, und datenschutzrechtlich entsteht eine Übermittlung an Dritte. Lokal eingebunden entfällt beides.
Skripte von Drittanbietern. Jedes Hinweisfeld, jedes Analysewerkzeug und jedes eingebettete Element kostet Zeit und verschiebt das Layout. Bei einer üblichen Firmenseite lassen sich erfahrungsgemäß 3 bis 6 davon ersatzlos entfernen.
| Punkt | Regel oder Wert |
|---|---|
| Wert 1 | Zeitpunkt des größten sichtbaren Inhalts |
| Ursachen | Bilder, Schriften, Antwortzeit des Servers |
| Wert 2 | Verzögerung zwischen Eingabe und Reaktion |
| Ursache | Menge an Skripten im Hintergrund |
| Wert 3 | Verschiebung des Layouts |
| Ursachen | Bilder ohne Größenangabe, nachgeladene Schriften |
| Anteil der Bilder am Datenvolumen | 60 bis 80 Prozent |
| Schriften | lokal einbinden statt von fremden Servern |
| Entfernbare Drittanbieterskripte | 3 bis 6 |
| Messwege | Labor und echte Besuche |
| Messgerät | mobil, nicht der Rechner |
| Anteil mobiler Aufrufe | 60 bis 70 Prozent |
| Zu prüfende Seiten | 3, nicht nur die Startseite |
| Wirkschwelle | unter 3 Sekunden auf dem Telefon |
| Gemeinsam zu messen | Werte und Anfragen |
Wie gemessen wird
Zwei Wege: eine Messung im Labor unter festen Bedingungen und Werte aus echten Besuchen. Die Labormessung zeigt Ursachen, die Felddaten zeigen die Wirklichkeit.
Messen Sie mobil, nicht auf dem Rechner. Bei den meisten Firmenwebsites kommen 60 bis 70 Prozent der Aufrufe von Telefonen, und dort ist die Verbindung langsamer und der Prozessor schwächer.
Prüfen Sie 3 Seiten, nicht nur die Startseite: Startseite, eine Unterseite mit vielen Bildern, die Kontaktseite. Die Startseite ist oft die am besten optimierte und damit die am wenigsten aussagekräftige.
Der Zusammenhang mit Anfragen
Ladezeit wirkt nicht linear. Zwischen 1 und 2 Sekunden ist der Unterschied gering, zwischen 3 und 6 Sekunden erheblich, weil ab einem gewissen Punkt Besucher abbrechen.
Rechnen Sie mit einem spürbaren Rückgang der Abbrüche, wenn die Ladezeit auf einem Telefon unter 3 Sekunden fällt. Bei 4.000 Aufrufen im Monat und einer Verbesserung um 5 Prozentpunkte sind das 200 zusätzliche Seitenaufrufe.
Messen Sie deshalb zusammen mit den Anfragen. Eine Verbesserung der Werte ohne mehr Anfragen ist ein technisches Ergebnis, kein wirtschaftliches.
Quellen
Häufige Fragen
Was messen die drei Werte?
Wann der größte Inhalt da ist, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert und wie stark das Layout springt.
Was wirkt bei Firmenwebsites am stärksten?
Bilder. Sie machen 60 bis 80 Prozent des Datenvolumens aus.
Worauf sollte gemessen werden?
Mobil, weil 60 bis 70 Prozent der Aufrufe von Telefonen kommen.
Ab wann wirkt eine Verbesserung?
Vor allem beim Sprung unter drei Sekunden auf dem Telefon.