Eine zweite Sprache ist keine Übersetzung, sondern eine zweite Website mit eigener Pflege. Wer das nicht einplant, hat nach 2 Jahren eine aktuelle und eine veraltete Fassung.
Wann es lohnt
Wenn die Kundschaft tatsächlich zweisprachig ist. Prüfen Sie das an den eigenen Zahlen: Herkunft der Anfragen der letzten 24 Monate, Sprache der eingehenden Nachrichten, Anteil ausländischer Aufrufe.
Drei Zahlen, die vor der Entscheidung stehen. Liegt der Anteil unter 5 Prozent, ist eine einzelne übersetzte Seite mit den wichtigsten Angaben der bessere Weg als eine vollständige zweite Fassung.
Rechnen Sie den laufenden Aufwand mit. Jede Änderung fällt danach doppelt an, und bei 12 Änderungen im Jahr sind das 12 zusätzliche Vorgänge, die jemand tatsächlich machen muss.
Die Struktur
Unterordner je Sprache sind der übliche Weg: eine Domain, klare Trennung, gemeinsame Autorität. Eigene Domains je Sprache verteilen die Autorität und verlangen dreimal die Arbeit.
Setzen Sie Sprachauszeichnungen, die jede Fassung mit ihren Entsprechungen verbindet. Ohne sie werden die Fassungen als getrennte Seiten behandelt, und die falsche erscheint in den Ergebnissen.
Und verzichten Sie auf automatische Weiterleitung nach vermuteter Sprache. Sie schickt Menschen in eine Fassung, die sie nicht wollten, und sie erschwert das Erfassen durch Suchmaschinen.
| Punkt | Regel oder Wert |
|---|---|
| Prüfzahl 1 | Herkunft der Anfragen über 24 Monate |
| Prüfzahl 2 | Sprache der eingehenden Nachrichten |
| Prüfzahl 3 | Anteil ausländischer Aufrufe |
| Unter 5 Prozent | eine einzelne übersetzte Seite genügt |
| Laufender Aufwand | jede Änderung doppelt |
| Struktur | Unterordner je Sprache |
| Nicht empfohlen | eigene Domains je Sprache |
| Erforderlich | Sprachauszeichnungen zwischen den Fassungen |
| Zu vermeiden | automatische Weiterleitung nach vermuteter Sprache |
| Vollständig 1 bis 3 | Rechtstexte, Formulare, Fehlermeldungen |
| Vollständig 4 und 5 | Bestätigungen, Anbieterkennzeichnung |
| Aufwand zweite Fassung | 12 bis 20 Stunden |
| Regel | Änderungen erst nach Fertigstellung beider Fassungen |
| Änderungsliste | 3 Spalten |
| Jahresprüfung | 60 Minuten |
Was vollständig sein muss
Rechtstexte, Formulare, Fehlermeldungen, Bestätigungen, die Anbieterkennzeichnung. Fünf Bereiche, in denen eine halbe Übersetzung schlechter ist als keine.
Ein Formular mit deutschen Fehlermeldungen in einer englischen Fassung wirkt nicht nur unfertig, es ist im Zweifel auch nicht wirksam, weil der Nutzer die Hinweise nicht versteht.
Rechnen Sie 12 bis 20 Stunden für eine vollständige zweite Fassung einer Firmenwebsite mit 20 bis 25 Seiten, einschließlich Rechtstexten und Formularen.
Die Pflege
Legen Sie eine Regel fest: Änderungen erscheinen erst, wenn beide Fassungen fertig sind. Sonst entsteht eine dauerhafte Schieflage, die niemand mehr aufholt.
Führen Sie eine Änderungsliste mit 3 Spalten: Punkt, Datum, erledigt in welcher Sprache. Bei 12 Änderungen im Jahr und 2 Sprachen sind das 24 Felder.
Und prüfen Sie einmal im Jahr beide Fassungen gegeneinander, 60 Minuten. Der häufigste Befund ist eine geänderte Telefonnummer oder ein neuer Preis, der nur in einer Fassung steht.
Quellen
Häufige Fragen
Wann lohnt eine zweite Sprache?
Wenn die eigenen Zahlen sie tragen. Unter fünf Prozent genügt eine einzelne übersetzte Seite.
Welche Struktur ist die richtige?
Unterordner je Sprache auf einer Domain, mit Sprachauszeichnungen zwischen den Fassungen.
Was muss vollständig übersetzt sein?
Rechtstexte, Formulare, Fehlermeldungen, Bestätigungen und die Anbieterkennzeichnung.
Wie hoch ist der Aufwand?
12 bis 20 Stunden für eine zweite Fassung mit 20 bis 25 Seiten.