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Ladezeit und Conversion-Rate: der Zusammenhang

Wo Ladezeit auf Anfragen wirkt, wo nicht, und wie beides zusammen gemessen wird.

Ladezeit und Conversion-Rate: der Zusammenhang
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Ladezeit wirkt nicht überall gleich. Auf der Startseite entscheidet sie über den Verbleib, im Formular über den Abbruch, und dazwischen ist sie erstaunlich unwichtig.

Wo sie wirkt

Beim ersten Aufruf, weil dort entschieden wird, ob überhaupt gelesen wird. Und beim Absenden eines Formulars, weil dort eine Handlung schon begonnen hat und eine Verzögerung als Fehler gelesen wird.

Dazwischen, beim Blättern durch Unterseiten, ist der Einfluss geringer. Wer bereits liest, wartet eher als jemand, der noch entscheidet.

Daraus folgt die Reihenfolge der Arbeit: erst die Startseite und die Formularverarbeitung, dann der Rest. Das ist bei den meisten Firmenwebsites die umgekehrte Reihenfolge dessen, was üblicherweise optimiert wird.

Die Größenordnung

Der Zusammenhang ist nicht linear. Zwischen 1 und 2 Sekunden ist der Unterschied gering; zwischen 3 und 6 Sekunden brechen Besucher in erheblichem Umfang ab.

Bei 4.000 Aufrufen im Monat und einer Verbesserung der Abbruchquote um 5 Prozentpunkte sind das 200 zusätzliche gelesene Seiten. Bei einer Anfragequote von 2 Prozent entspricht das 4 zusätzlichen Anfragen im Monat.

Vier Anfragen klingen wenig. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert im vierstelligen Bereich ist das über ein Jahr ein Betrag, der jede Optimierung trägt.

Ladezeit und Anfragen
PunktWert oder Regel
Wirkt beimersten Aufruf
Wirkt beimAbsenden eines Formulars
Geringer Einflussbeim Blättern durch Unterseiten
Reihenfolge der ArbeitStartseite und Formular zuerst
Zusammenhangnicht linear
Geringzwischen 1 und 2 Sekunden
Erheblichzwischen 3 und 6 Sekunden
Beispiel Aufrufe4.000 im Monat
Verbesserung5 Prozentpunkte weniger Abbrüche
Ergebnis200 zusätzliche gelesene Seiten
Bei 2 Prozent Anfragequote4 zusätzliche Anfragen im Monat
ZuerstBilder, 60 bis 80 Prozent des Datenvolumens
DannSchriften lokal einbinden
Dann3 bis 6 Drittanbieterskripte entfernen
Zu messenAufrufe, Ladezeit mobil, Anfragen

Was zuerst zu tun ist

Bilder. Sie machen bei einer üblichen Firmenwebsite 60 bis 80 Prozent des übertragenen Datenvolumens aus, und eine Umstellung auf ein modernes Format mit passenden Größen halbiert die Ladezeit häufig ohne weitere Maßnahme.

Schriften lokal einbinden. Das spart eine zusätzliche Verbindung und vermeidet zugleich eine Übermittlung an einen fremden Server.

Und Skripte von Drittanbietern reduzieren. Bei einer Firmenwebsite lassen sich erfahrungsgemäß 3 bis 6 ersatzlos entfernen, und jedes davon kostet Zeit und verschiebt das Layout.

Wie beides gemessen wird

Nicht getrennt. Messen Sie Ladezeit und Anfragen im selben Zeitraum und vergleichen Sie gegen denselben Zeitraum des Vorjahres, nicht gegen den Vormonat.

Der Vormonat ist bei Firmenwebsites durch Saison verzerrt. Ein Dachdecker im Januar und im Mai sind zwei verschiedene Betriebe, und die Ladezeit hat damit nichts zu tun.

Führen Sie deshalb 3 Zahlen je Monat: Aufrufe, Ladezeit auf dem Telefon, Anfragen. Nach 12 Monaten zeigt sich der Zusammenhang, und vorher ist jede Aussage darüber eine Vermutung.

Quellen

  1. Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz, Paragraf 25
  2. Verordnung (EU) 2016/679, Datenschutz-Grundverordnung

Häufige Fragen

Wo wirkt Ladezeit am stärksten?

Beim ersten Aufruf und beim Absenden eines Formulars.

Ab wann wird es kritisch?

Zwischen drei und sechs Sekunden brechen Besucher in erheblichem Umfang ab.

Was ist zuerst zu tun?

Bilder, weil sie 60 bis 80 Prozent des Datenvolumens ausmachen.

Wogegen wird verglichen?

Gegen denselben Zeitraum des Vorjahres, nicht gegen den Vormonat.