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Stammkundenbindung über feste Terminserien

Ein Folgetermin beim Verlassen der Liege bindet stärker als ein Rabattgutschein. Und er kostet nichts.

Stammkundenbindung über feste Terminserien
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Der wirksamste Bindungsmechanismus im Studio ist kein Programm, sondern ein Satz am Ende der Behandlung. Er dauert zwanzig Sekunden und ersetzt jeden Rabatt.

Warum der Folgetermin schlägt

Ein Termin im Kalender ist eine Entscheidung, die bereits getroffen ist. Ein Rabattgutschein ist eine Entscheidung, die noch bevorsteht, und die meisten Gutscheine werden nie eingelöst.

Rechnen Sie den Unterschied: Ein Rabatt von 10 Prozent auf eine Behandlung zu 75 Euro sind 7,50 Euro je Termin. Bei einer Kundin mit 8 Terminen im Jahr sind das 60 Euro entgangener Erlös, ohne dass ein zusätzlicher Termin entsteht.

Der Folgetermin kostet nichts und erhöht die Zahl der Termine. Das ist der gesamte Unterschied, und er ist in jeder Studiokalkulation derselbe.

Bindung ohne Rabatt
PunktWert
Folgetermineine bereits getroffene Entscheidung
Rabattgutscheineine Entscheidung, die noch bevorsteht
Rabatt von 10 Prozent auf 75 Euro7,50 Euro je Termin
Bei 8 Terminen im Jahr60 Euro entgangener Erlös
Form der FrageIntervall mit Begründung plus konkreter Zeitpunkt
Zusagequote bei konkretem Vorschlag50 bis 70 Prozent
Terminserie4 bis 6 Termine im Voraus
Bei 6 Wochen Intervallrund 8 Monate Zeitraum
Erinnerung48 Stunden vor jedem Termin
Messgröße 1Termine je Kundin im Jahr
Messgröße 2Anteil vereinbarter Folgetermine
Bei 300 Kundinnen und einem Termin mehr300 zusätzliche Behandlungen im Jahr

Wie die Frage gestellt wird

Mit einem konkreten Vorschlag statt einer offenen Frage. Nicht: Wollen Sie einen neuen Termin? Sondern: In 6 Wochen wäre der nächste Termin sinnvoll, Donnerstag um 14 Uhr hätte ich frei.

Der Vorschlag enthält ein Intervall mit fachlicher Begründung und einen konkreten Zeitpunkt. Beides zusammen erzeugt eine Zusage, eine offene Frage erzeugt ein Vielleicht.

Rechnen Sie mit einer Zusagequote zwischen 50 und 70 Prozent bei konkretem Vorschlag und deutlich weniger bei offener Frage.

Die Terminserie

Bei Behandlungen mit einem festen Intervall lohnt die Serie: 4 bis 6 Termine im Voraus, im selben Rhythmus, am selben Wochentag zur selben Uhrzeit.

Das bindet die Kundin und macht Ihre Planung sicherer. Eine Serie über 6 Termine entspricht bei einem Intervall von 6 Wochen einem Zeitraum von rund 8 Monaten.

Verbinden Sie die Serie mit einer Erinnerung 48 Stunden vor jedem Termin. Ohne Erinnerung steigt die Ausfallquote bei weit im Voraus gebuchten Terminen deutlich.

Was Sie messen

Die Zahl der Termine je Kundin im Jahr und den Anteil der Kundinnen, die beim Verlassen einen Folgetermin vereinbaren. Zwei Zahlen, die den Zustand der Bindung beschreiben.

Bei 300 aktiven Kundinnen und einem Anstieg von 5 auf 6 Termine im Jahr sind das 300 zusätzliche Behandlungen. Das ist mehr, als jede Neukundenaktion in derselben Zeit erzeugt.

Und beobachten Sie die Rückkehrzeit. Eine Kundin, die nach 14 Wochen statt nach 6 wiederkommt, ist keine verlorene Kundin, aber sie erzeugt weniger als die Hälfte des Umsatzes.

Quellen

  1. Preisangabenverordnung, Paragraf 3, Gesamtpreise
  2. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Paragraf 7, unzumutbare Belästigungen

Häufige Fragen

Warum ist ein Folgetermin besser als ein Rabatt?

Er ist eine bereits getroffene Entscheidung, kostet nichts und erhöht die Zahl der Termine.

Wie stellt man die Frage?

Mit einem Intervall, einer fachlichen Begründung und einem konkreten Zeitpunkt statt einer offenen Frage.

Wie viele Termine im Voraus?

Bei festem Intervall 4 bis 6, also bei 6 Wochen Abstand rund 8 Monate.

Was misst man?

Die Termine je Kundin im Jahr und den Anteil der beim Gehen vereinbarten Folgetermine.