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Rhodinieren von Weißgold: Verfahren und Haltbarkeit

Warum Weißgold rhodiniert wird, wie lange die Schicht hält und was das für die Beratung bedeutet.

Rhodinieren von Weißgold: Verfahren und Haltbarkeit
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Weißgold ist nicht weiß. Es ist hellgrau bis leicht gelblich, und der weiße Eindruck kommt von einer galvanischen Schicht, die sich abträgt. Wer das beim Verkauf verschweigt, verkauft eine Reklamation mit.

Warum überhaupt rhodiniert wird

Weißgold ist eine Legierung aus Gold mit weißenden Zusätzen. Je nach Zusammensetzung bleibt ein warmer Unterton, der neben einem Brillanten sichtbar wird.

Rhodium ist ein Platinmetall, sehr hell, hart und anlaufbeständig. Galvanisch aufgebracht ergibt es die kühle, helle Oberfläche, die Kunden als Weißgold kennen.

Die Schicht ist dünn. Übliche Auflagen liegen im Bereich weniger Zehntel Mikrometer bis etwa 1 Mikrometer; sie ist eine Oberfläche und kein Material.

Wie lange sie hält

Das hängt an der Trageweise, nicht am Preis des Stücks. Ein Ehering an einer Hand, die täglich arbeitet, verliert die Schicht an den Kontaktstellen schneller als eine Kette, die kaum reibt.

Realistisch sind bei einem täglich getragenen Ring 12 bis 24 Monate bis zur ersten sichtbaren Aufhellung an Unterseite und Kanten. Bei Ketten und Ohrschmuck vergehen oft mehrere Jahre.

Sagen Sie diese Spanne beim Verkauf. Ein Kunde, der nach 14 Monaten eine gelbliche Unterseite entdeckt und nichts davon wusste, hält es für einen Mangel.

Rhodinierung
PunktWert oder Regel
WeißgoldLegierung mit weißenden Zusätzen
Untertonje nach Legierung warm sichtbar
RhodiumPlatinmetall, hell, hart, anlaufbeständig
Auftraggalvanisch
Schichtdickewenige Zehntel bis etwa 1 Mikrometer
EinordnungOberfläche, kein Material
Haltbarkeit Ring täglich12 bis 24 Monate
Haltbarkeit Ketteoft mehrere Jahre
Erste sichtbare StellenUnterseite und Kanten
Kein Mangelüblicher Abtrag
Mangelfleckige Schicht direkt nach Abgabe
Auffrischungreinigen, polieren, entfetten, beschichten
Dauerunter 1 Stunde in eigener Werkstatt
Vorher ausfassenPerlen, Opale, Smaragde, behandelte Steine

Was ein Mangel ist und was nicht

Ein Werk ist frei von Sachmängeln, wenn es die vereinbarte Beschaffenheit hat, sonst wenn es sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine bei Werken gleicher Art übliche Beschaffenheit aufweist.

Der übliche Abtrag einer Rhodiumschicht ist kein Mangel, sondern Verschleiß. Eine ungleichmäßige oder fleckige Schicht direkt nach der Abgabe ist einer.

Halten Sie das im Verkaufsgespräch und auf der Rechnung fest. Eine Zeile mit dem Hinweis auf die Auffrischung ist gleichzeitig Aufklärung und Terminanlass.

Die Auffrischung als Leistung

Reinigen, gegebenenfalls polieren, entfetten, galvanisch neu beschichten. Vier Schritte, die in der eigenen Werkstatt zusammen unter 1 Stunde liegen.

Steine, die Hitze oder Chemie nicht vertragen, müssen vorher ausgefasst werden. Das betrifft unter anderem Perlen, Opale, Smaragde und behandelte Steine, und es verändert Aufwand und Preis grundlegend.

Bieten Sie die Auffrischung aktiv an, etwa alle 18 Monate. Bei 300 verkauften Weißgoldringen sind das über die Jahre ein planbarer Werkstattauftrag und ein Anlass, den Kunden wiederzusehen.

Quellen

  1. Bürgerliches Gesetzbuch, Paragraf 633, Sach- und Rechtsmangel
  2. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Paragraf 5a, Irreführung durch Unterlassen

Häufige Fragen

Warum wird Weißgold rhodiniert?

Weil die Legierung je nach Zusammensetzung einen warmen Unterton behält. Rhodium ergibt die helle, kühle Oberfläche.

Wie lange hält die Schicht?

Bei einem täglich getragenen Ring 12 bis 24 Monate, bei Ketten oft mehrere Jahre.

Ist der Abtrag ein Mangel?

Nein, das ist Verschleiß. Eine fleckige Schicht direkt nach der Abgabe wäre einer.

Was ist beim Auffrischen zu beachten?

Empfindliche Steine wie Perlen, Opale und Smaragde müssen vorher ausgefasst werden.