Beide Verfahren schreiben dasselbe Wort in denselben Ring, aber sie tun Unterschiedliches mit dem Material. Das entscheidet darüber, wie lange die Gravur hält und ob sie später korrigiert werden kann.
Was jedes Verfahren tut
Die Handgravur schneidet mit dem Stichel Material heraus. Es entsteht eine V-förmige Furche mit sauberen Flanken, die das Licht bricht und die Schrift dadurch dunkel erscheinen lässt.
Die Lasergravur trägt Material thermisch ab. Die Furche hat einen flacheren, runden Querschnitt und eine aufgeraute Oberfläche, die matt wirkt statt zu glänzen.
Daraus folgt der optische Unterschied: Eine Handgravur lebt vom Glanz an den Flanken, eine Lasergravur vom Kontrast der matten Fläche. Nebeneinander sind beide sofort zu unterscheiden.
Tiefe und Haltbarkeit
Handgravuren liegen typischerweise bei einigen Zehntelmillimetern Tiefe, Lasergravuren deutlich flacher. Bei einem Ring, der täglich getragen wird, entscheidet genau das über die Lebensdauer der Schrift.
Auf der Innenseite eines Eherings wird kaum poliert, dort halten beide lange. Auf einer Außenfläche verschwindet eine flache Lasergravur nach Jahren des Tragens, eine tiefe Handgravur bleibt sichtbar.
Eine spätere Politur kostet Tiefe. Rechnen Sie damit, dass 2 bis 3 Politurdurchgänge eine flache Gravur merklich schwächen; bei Aufarbeitungen ist das dem Kunden vorher zu sagen.
| Punkt | Handgravur / Lasergravur |
|---|---|
| Wirkprinzip Hand | Material wird mit dem Stichel geschnitten |
| Wirkprinzip Laser | Material wird thermisch abgetragen |
| Querschnitt Hand | V-förmig mit sauberen Flanken |
| Querschnitt Laser | flach und rund, aufgeraut |
| Optik Hand | Glanz an den Flanken |
| Optik Laser | matter Kontrast |
| Tiefe Hand | einige Zehntelmillimeter |
| Tiefe Laser | deutlich flacher |
| Politur | 2 bis 3 Durchgänge schwächen flache Gravuren merklich |
| Laser passt zu | kleiner Schrift, Serien, harten Materialien |
| Hand passt zu | großer Schrift, Monogramm, Wappen |
| Vorsicht | beschichtete Oberflächen |
| Auf dem Auftrag | Wortlaut, abgezeichnet |
| Ebenfalls | Schriftart, Größe, Position, Verfahren |
Wo welches Verfahren passt
Laser für kleine Schrift, für innenliegende Datumsangaben, für Serien und für Material, das sich schlecht schneiden lässt, etwa gehärtete Oberflächen oder Titan.
Hand für große Schrift, für Monogramme, für Wappen und für alles, was eine gestalterische Handschrift tragen soll. Handgravur ist eine Leistung mit Person dahinter, und genau das ist ihr Verkaufsargument.
Bei beschichteten Oberflächen ist Vorsicht geboten. Wird die Beschichtung durchtrennt, liegt darunter eine andere Farbe frei, und das ist bei rhodiniertem Weißgold sofort zu sehen.
Was in die Annahme gehört
Der genaue Wortlaut in Schriftform, vom Kunden abgezeichnet. Eine Gravur ist eine individuelle Leistung; ein Buchstabendreher ist nach dem Schneiden nicht mehr rückgängig zu machen.
Dazu Schriftart, Größe, Position und Verfahren. Vier Angaben, die zusammen mit dem Wortlaut auf den Auftrag gehören.
Und der Hinweis, dass eine Gravur den Umtausch ausschließt. Bei Verträgen, die im Laden geschlossen werden, gibt es ohnehin kein gesetzliches Widerrufsrecht; wo ein Haus freiwillig Umtausch gewährt, ist die Gravur die sinnvolle Grenze, und sie gehört vorher genannt.
Kalkulieren Sie beide Verfahren getrennt. Eine Innengravur mit 20 Zeichen dauert am Laser 5 bis 10 Minuten, von Hand 45 bis 90 Minuten; bei 400 Gravuren im Jahr entscheidet diese Spanne über mehrere hundert Werkstattstunden. Wer beides zum selben Preis anbietet, subventioniert die Handarbeit aus der Serie.
Quellen
Häufige Fragen
Woran erkennt man die Verfahren?
Die Handgravur glänzt an den geschnittenen Flanken, die Lasergravur wirkt matt.
Welche Gravur hält länger?
Die tiefere. Handgravuren liegen bei einigen Zehntelmillimetern, Lasergravuren deutlich flacher.
Wann ist Laser die bessere Wahl?
Bei kleiner Schrift, Serien und Materialien, die sich schlecht schneiden lassen.
Was gehört auf den Auftrag?
Der abgezeichnete Wortlaut sowie Schriftart, Größe, Position und Verfahren.