Die Werkstatt ist das Einzige, was ein Fachgeschäft hat und eine Kette nicht. Sie steht meist hinter einer geschlossenen Tür, und damit verschenkt das Haus sein stärkstes Argument.
Warum die Werkstatt wirkt
Sie beantwortet die Frage, warum ein Stück hier mehr kostet. Wer den Arbeitsplatz sieht, an dem eine Fassung nachgearbeitet wird, rechnet anders.
Sie erklärt außerdem die Leistungen, die im Fenster nicht sichtbar sind: Reparatur, Größenänderung, Aufarbeitung, Anfertigung. Vier Leistungen, die zusammen einen erheblichen Teil des Deckungsbeitrags tragen.
Und sie bindet Personal. Eine Werkstatt, über die im Ort gesprochen wird, findet leichter Nachwuchs als eine, die niemand kennt.
Wie sie sichtbar wird
Baulich, wenn möglich: eine Glasscheibe zum Verkaufsraum oder ein Arbeitsplatz im Blickfeld. Das ist die stärkste und teuerste Lösung.
Sonst über Bilder und kurze Aufnahmen: eine Hand am Stichel, ein Rohling neben dem fertigen Stück, der Blick durch die Lupe. Drei Motive, die sich beliebig wiederholen lassen.
Und über feste Termine: eine offene Werkstatt zweimal im Jahr, jeweils 3 Stunden. Bei 2 Terminen und je 40 Besuchern sind das 80 Menschen, die das Haus danach anders einordnen.
| Punkt | Wert oder Regel |
|---|---|
| Wirkung 1 | erklärt den Preis |
| Wirkung 2 | macht unsichtbare Leistungen sichtbar |
| Betroffene Leistungen | Reparatur, Größenänderung, Aufarbeitung, Anfertigung |
| Wirkung 3 | erleichtert die Personalsuche |
| Stärkste Lösung | Glasscheibe oder Arbeitsplatz im Blickfeld |
| Motiv 1 | Hand am Stichel |
| Motiv 2 | Rohling neben fertigem Stück |
| Motiv 3 | Blick durch die Lupe |
| Offene Werkstatt | zweimal im Jahr, je 3 Stunden |
| Bei 2 Terminen | rund 80 Besucher |
| Aussage 1 | im Haus gefertigt |
| Aussage 2 | im Haus bearbeitet |
| Aussage 3 | zugekauft |
| Aufwand je Aufnahmeserie | 15 Minuten |
| Bildnisse | nur mit schriftlicher Einwilligung |
Was gesagt werden darf
Unlauter handelt, wer eine irreführende geschäftliche Handlung vornimmt. Bei Aussagen zur Fertigung entsteht Irreführung vor allem durch den Eindruck, alles entstehe im Haus.
Wer zukauft und veredelt, sagt das. Aus eigener Werkstatt darf nur heißen, was dort auch gefertigt wurde; eine im Haus gefasste Serienschiene ist keine Einzelanfertigung.
Trennen Sie deshalb 3 Aussagen sauber: im Haus gefertigt, im Haus bearbeitet, zugekauft. Diese Trennung ist ein Verkaufsargument und keine Einschränkung.
Der Aufwand
Rechnen Sie 15 Minuten je Aufnahmeserie und 4 Stunden je offenem Werkstatttermin einschließlich Vorbereitung. Bei 20 Serien und 2 Terminen sind das rund 13 Stunden im Jahr.
Bei Aufnahmen mit Beschäftigten gilt: Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet werden. Holen Sie sie schriftlich ein und regeln Sie den Widerruf beim Ausscheiden.
Und messen Sie über die Herkunftsspalte. Nach 12 Monaten zeigt sich, ob aus den Werkstattbildern Anfragen für Anfertigungen geworden sind oder nur Beifall.
Quellen
Häufige Fragen
Warum die Werkstatt zeigen?
Weil sie erklärt, warum ein Stück hier mehr kostet, und Leistungen sichtbar macht, die im Fenster fehlen.
Welche Aussagen sind zu trennen?
Im Haus gefertigt, im Haus bearbeitet und zugekauft.
Wie oft eine offene Werkstatt?
Zweimal im Jahr für je drei Stunden erreicht rund 80 Menschen.
Was gilt bei Aufnahmen mit Beschäftigten?
Bildnisse dürfen nur mit schriftlicher Einwilligung verbreitet werden.