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Social Media für Schmuck: welche Bildsprache trägt

Welche Aufnahmen bei Schmuck tragen, welche Rechte daran hängen und woran der Erfolg zu messen ist.

Social Media für Schmuck: welche Bildsprache trägt
KI-gestützt erstellt. Mehr dazu

Schmuck ist klein, glänzend und schwer zu fotografieren. Genau deshalb hebt sich ein Fachgeschäft mit ordentlichen Aufnahmen sofort ab, und genau deshalb scheitern die meisten Versuche am Licht.

Was tatsächlich trägt

Vier Formate: das Stück auf neutralem Grund, das Stück an der Hand oder am Hals, ein Detail aus der Werkstatt, ein Zwischenstand einer Anfertigung. Die letzten beiden unterscheiden ein Fachgeschäft von einem Katalog.

Der Zwischenstand ist der stärkste Inhalt und der, den kein Filialist zeigen kann. Ein Rohling nach dem Guss neben dem fertigen Ring erklärt in einem Bild, wofür ein Preis steht.

Zwei bis 4 Beiträge in der Woche sind realistisch, also rund 150 im Jahr. Rechnen Sie 20 bis 30 Minuten je Beitrag einschließlich Aufnahme, das sind rund 60 Stunden im Jahr.

Das Licht

Diffuses Licht von mehreren Seiten statt eines Blitzes. Schmuck spiegelt seine Umgebung; was um das Stück herum steht, ist im Stein zu sehen.

Ein weißer Hintergrund erzeugt bei polierten Flächen graue Spiegelungen. Ein leicht getönter Grund wirkt bei Gold meist ruhiger und lässt das Metall wärmer erscheinen.

Und arbeiten Sie mit einem Stativ und kleiner Blende. Bei Ringen entscheidet die Schärfentiefe darüber, ob die Fassung erkennbar ist, und aus der Hand ist sie nicht zu halten.

Bildsprache für Schmuck
PunktWert oder Regel
Format 1Stück auf neutralem Grund
Format 2Stück an Hand oder Hals
Format 3Detail aus der Werkstatt
Format 4Zwischenstand einer Anfertigung
Stärkstes Formatder Zwischenstand
Takt2 bis 4 Beiträge in der Woche
Im Jahrrund 150 Beiträge
Aufwand je Beitrag20 bis 30 Minuten
Lichtdiffus von mehreren Seiten
Hintergrundleicht getönt statt reinweiß
TechnikStativ und kleine Blende
Bildnissenur mit schriftlicher Einwilligung
FremdaufnahmenNutzungsrecht in 4 Punkten vereinbaren
Am häufigsten fehlenddie Weitergabe an Plattformen
Schwelle örtliche Reichweite60 Prozent im Umkreis von 25 Kilometern

Die Rechte

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Bei Aufnahmen an Kundinnen und Kunden ist die Einwilligung schriftlich einzuholen, mit Kanälen und Dauer.

Bei Fremdaufnahmen gilt: Der Urheber kann einem anderen das Recht einräumen, das Werk auf einzelne oder alle Nutzungsarten zu nutzen. Auch einfache Lichtbilder sind geschützt, und das Recht steht dem Lichtbildner zu.

Vereinbaren Sie deshalb bei jedem Auftrag an eine Fotografin 4 Punkte: Nutzungsarten, räumlicher Umfang, Dauer und die Weitergabe an Plattformen. Der vierte fehlt am häufigsten.

Was zu messen ist

Anfragen, nicht Aufrufe. Und Anfragen aus dem Einzugsgebiet, denn ein Fachgeschäft lebt von Menschen, die durch die Tür kommen.

Setzen Sie sich eine Schwelle: mindestens 60 Prozent der Aufrufe innerhalb von 25 Kilometern. Liegt der Anteil darunter, erreichen 60 Stunden Jahresaufwand überwiegend Menschen, die nie im Laden stehen.

Führen Sie bei jeder Anfrage eine Herkunftsspalte. Nach 12 Monaten steht dort, welches der 4 Formate Kontakte erzeugt hat und welches nur Beifall.

Quellen

  1. Kunsturhebergesetz, Paragraf 22, Recht am eigenen Bild
  2. Urheberrechtsgesetz, Paragraf 31, Einräumung von Nutzungsrechten

Häufige Fragen

Welches Format wirkt am stärksten?

Der Zwischenstand einer Anfertigung, weil ihn kein Filialist zeigen kann.

Welches Licht braucht Schmuck?

Diffuses Licht von mehreren Seiten, dazu Stativ und kleine Blende.

Was gilt bei Aufnahmen an Kunden?

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung verbreitet werden, schriftlich mit Kanälen und Dauer.

Was wird gemessen?

Anfragen aus dem Einzugsgebiet, nicht Aufrufe.