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Den Schaukasten zur Straße für Laufkundschaft nutzen

Der Schaukasten außerhalb der Öffnungszeit, seine Pflichten und was ihn wirksam macht.

Den Schaukasten zur Straße für Laufkundschaft nutzen
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Ein Schaukasten arbeitet dann, wenn das Geschäft geschlossen ist. Das sind je Woche mehr Stunden als die Öffnungszeit, und in diesen Stunden gehen die Menschen langsamer.

Die Rechnung

Ein Fachgeschäft mit 48 Öffnungsstunden je Woche ist 120 Stunden geschlossen. In dieser Zeit ist der Schaukasten das Einzige, was arbeitet.

Abends und am Wochenende gehen Menschen langsamer und sehen genauer hin. Der Anteil der Passanten, die stehen bleiben, ist außerhalb der Geschäftszeit erfahrungsgemäß höher als währenddessen.

Daraus folgt: Der Kasten braucht Inhalte, die ohne Beratung funktionieren, und eine Beleuchtung, die auch nach Ladenschluss läuft.

Die Pflichtangaben

Wer als Unternehmer Verbrauchern Leistungen anbietet, hat ein Preisverzeichnis über die Preise seiner wesentlichen Leistungen oder über seine Verrechnungssätze aufzustellen. Es ist in den Geschäftsräumen oder am sonstigen Ort des Leistungsangebots anzubringen; ist ein Schaufenster oder Schaukasten vorhanden, ist es auch dort anzubringen.

Für Waren gilt die Pflicht zur Angabe der Gesamtpreise. Ein ausgestelltes Stück ohne Preis erfüllt sie nicht, auch nicht außerhalb der Öffnungszeit.

Prüfen Sie deshalb den Kasten nach jedem Wechsel gegen 2 Fragen: Steht an jedem Stück ein Gesamtpreis, und hängt das Preisverzeichnis der Leistungen sichtbar dabei.

Schaukasten zur Straße
PunktWert oder Regel
Öffnungsstunden je Wochebeispielhaft 48
Geschlossenrund 120 Stunden
Wirkungabends und am Wochenende höher
Pflicht bei LeistungenPreisverzeichnis
Anzubringenauch im Schaufenster oder Schaukasten
Pflicht bei WarenGesamtpreis je Stück
Prüffrage 1steht an jedem Stück ein Gesamtpreis
Prüffrage 2hängt das Preisverzeichnis sichtbar dabei
Element 1Preisgruppen statt Einzelstücke
Element 2Werkstattleistungen mit Preisen
Element 3Öffnungszeiten
Element 4Weg zur Terminvereinbarung
Wirksamster Teildie Terminvereinbarung
VersicherungWertgrenze der Nachtauslage beachten
BeleuchtungZeitschaltung bis mindestens 23 Uhr

Was hineingehört

Preisgruppen statt Einzelstücke, die Leistungen der Werkstatt mit Preisen, die Öffnungszeiten, ein Weg zur Terminvereinbarung. Vier Elemente, von denen die letzten beiden fast immer fehlen.

Der Weg zur Terminvereinbarung ist der wirksamste Teil. Wer abends vor dem Kasten steht, kann nichts kaufen, aber einen Termin buchen, und genau dafür braucht es einen maschinenlesbaren Verweis oder eine gut lesbare Nummer.

Die Sicherheit begrenzt den Inhalt. Was nachts im Kasten liegt, unterliegt der Wertgrenze für die Nachtauslage in der Police; verletzt der Versicherungsnehmer eine vertragliche Obliegenheit, kann der Versicherer je nach Verschulden leistungsfrei werden oder kürzen.

Der Betrieb

Beleuchtung mit Zeitschaltung bis mindestens 23 Uhr. Ein dunkler Kasten ist in den Stunden, in denen er wirken soll, nicht vorhanden.

Wechsel alle 3 bis 4 Wochen, gemeinsam mit dem Schaufenster. Rechnen Sie 20 bis 30 Minuten zusätzlich je Wechsel.

Und prüfen Sie einmal im Monat die Lesbarkeit von außen, bei Dunkelheit, aus 3 Metern Abstand. Preisschilder, die im Ladenlicht gut aussehen, sind abends häufig nicht zu lesen.

Quellen

  1. Preisangabenverordnung, Paragraf 12, Preisangaben für Leistungen
  2. Versicherungsvertragsgesetz, Paragraf 28, Verletzung einer vertraglichen Obliegenheit

Häufige Fragen

Wann arbeitet der Schaukasten?

Vor allem außerhalb der Öffnungszeit, bei 48 Öffnungsstunden also rund 120 Stunden je Woche.

Muss das Preisverzeichnis in den Schaukasten?

Ja. Ist ein Schaufenster oder Schaukasten vorhanden, ist es auch dort anzubringen.

Welches Element fehlt am häufigsten?

Der Weg zur Terminvereinbarung.

Was begrenzt den Inhalt?

Die Wertgrenze für die Nachtauslage in der Versicherungspolice.