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Kapitalanleger gezielt ansprechen

Renditerechnung im Exposé statt Wohlfühlbeschreibung. Welche Zahlen ein Kapitalanleger tatsächlich prüft.

Kapitalanleger gezielt ansprechen
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Ein Kapitalanleger liest kein Exposé, er rechnet. Wer ihm die Rechnung abnimmt und die Grundlagen offenlegt, bekommt Anfragen von Leuten, die bereits entschieden haben.

Die Zahlen, die geprüft werden

Kaltmiete im Jahr, Kaufpreis, Kaufnebenkosten, nicht umlagefähige Kosten und der Instandhaltungsaufwand. Aus diesen 5 Größen entsteht jede Renditerechnung, und alle 5 gehören ins Exposé.

Die Bruttorendite ist Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis. Sie ist einfach und systematisch zu optimistisch, weil sie Nebenkosten und laufende Belastungen ausblendet.

Die Nettorendite berücksichtigt Kaufnebenkosten und nicht umlagefähige Kosten. Sie liegt regelmäßig 1 bis 1,5 Prozentpunkte unter der Bruttorendite, und genau diesen Abstand rechnet der Anleger ohnehin selbst.

Anleger ansprechen
PunktWert
GrundgrößenJahreskaltmiete, Kaufpreis, Nebenkosten, nicht umlagefähige Kosten, Instandhaltung
BruttorenditeJahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis
Nettorenditeregelmäßig 1 bis 1,5 Prozentpunkte darunter
Abgeschrieben wirddas Gebäude, nicht Grund und Boden
Fertigstellung nach dem 31. Dezember 2022jährlich 3 Prozent
Fertigstellung davorjährlich 2 Prozent
Fertigstellung vor dem 1. Januar 1925jährlich 2,5 Prozent
Ins ExposéBaujahr und Grundstücksfläche
UnterlagenMieterliste, Wirtschaftsplan, Abrechnung, Rücklage, 3 Protokolle
Pflichtangabendie 5 aus dem Energieausweis
Betreff einer NachrichtOrt, Objektart, Kaufpreis, Bruttorendite
Wert eines Verteilers40 aktive Anleger schlagen 4.000 Kontakte

Was die Abschreibung dazu beiträgt

Abgeschrieben wird das Gebäude, nicht Grund und Boden. Die Aufteilung des Kaufpreises entscheidet damit über die Bemessungsgrundlage, und sie entsteht beim Kauf.

Die Sätze sind gestaffelt: bei Fertigstellung nach dem 31. Dezember 2022 jährlich 3 Prozent, davor 2 Prozent, bei Fertigstellung vor dem 1. Januar 1925 2,5 Prozent.

Nennen Sie im Exposé Baujahr und Grundstücksfläche, damit der Anleger die Aufteilung selbst überschlagen kann. Beide Angaben liegen ohnehin vor, und sie ersparen eine Rückfrage, die sonst 2 Tage kostet.

Was ein Anlegerexposé enthält

Die Mieterliste mit Laufzeiten und Mietanpassungen, den Wirtschaftsplan, die Hausgeldabrechnung, den Stand der Erhaltungsrücklage und die letzten 3 Protokolle.

Dazu die 5 Pflichtangaben aus dem Energieausweis. Bei einer Anlageimmobilie ist die Energieeffizienzklasse kein Wohlfühlmerkmal, sondern ein Hinweis auf künftigen Investitionsbedarf.

Und eine ehrliche Angabe zum Instandhaltungsstau. Ein Anleger, der ihn selbst findet, zieht ihn doppelt vom Preis ab; einer, dem er genannt wird, rechnet ihn ein.

Wie die Ansprache aussieht

Sachlich, in Zahlen, ohne Adjektive. Ein Anlegerexposé, das mit Wohlfühlbegriffen beginnt, wird als Privatkäuferexposé eingeordnet und entsprechend gelesen.

Der Betreff einer Nachricht enthält Ort, Objektart, Kaufpreis und Bruttorendite. Vier Angaben, aus denen ein Anleger in 3 Sekunden entscheidet, ob er weiterliest.

Und pflegen Sie eine eigene Liste. Anleger kaufen mehrfach, und ein Verteiler mit 40 aktiven Anlegern ist für ein Maklerbüro wertvoller als 4.000 allgemeine Kontakte. Für den Versand gelten dabei dieselben Einwilligungsregeln wie sonst auch.

Quellen

  1. Einkommensteuergesetz, Paragraf 7, Absetzung für Abnutzung
  2. Gebäudeenergiegesetz, Paragraf 87, Pflichtangaben in Immobilienanzeigen

Häufige Fragen

Welche Zahlen braucht ein Anleger?

Jahreskaltmiete, Kaufpreis, Kaufnebenkosten, nicht umlagefähige Kosten und den Instandhaltungsaufwand.

Warum genügt die Bruttorendite nicht?

Sie blendet Nebenkosten und laufende Belastungen aus. Die Nettorendite liegt regelmäßig 1 bis 1,5 Prozentpunkte darunter.

Welche Rolle spielt die Abschreibung?

Abgeschrieben wird nur das Gebäude. Die Sätze sind nach Fertigstellungsjahr gestaffelt zwischen 2 und 3 Prozent.

Wie sollte die Ansprache aussehen?

Sachlich und in Zahlen. Der Betreff nennt Ort, Objektart, Kaufpreis und Bruttorendite.