Ein eigener Kanal ersetzt kein Portal, er verringert die Abhängigkeit. Der Unterschied entscheidet darüber, ob die Rechnung aufgeht oder ob am Ende beides bezahlt wird.
Was ein Portal leistet
Es liefert Kaufinteressenten, die das Büro nicht kennen. Diese Leistung lässt sich durch einen eigenen Kanal nicht ersetzen, weil ein eigener Kanal nur die erreicht, die das Büro bereits kennen.
Es liefert außerdem Vergleichbarkeit. Ein Objekt, das nicht auf dem Portal steht, wird von einem Teil der Interessenten schlicht nicht gefunden, und ein Eigentümer merkt das.
Was ein Portal nicht leistet: Eigentümerakquise. Dort liegt der Bereich, in dem ein eigener Kanal tatsächlich Kosten senken kann, weil er einen anderen Engpass adressiert.
Was ein eigener Kanal kostet
Eine gepflegte Website mit Objektseiten, ein Unternehmensprofil, ein Marktbrief und eine Empfehlungsroutine. Der laufende Aufwand liegt bei rund 5 Stunden im Monat, also 60 Stunden im Jahr.
Dazu die Erstellung: Website, Bildmaterial, Aufbau der Liste. Rechnen Sie im ersten Jahr mit dem Doppelten, also rund 120 Stunden, plus einmalige Kosten für Gestaltung und Technik.
Diese 60 bis 120 Stunden sind der ehrliche Preis. Wer sie nicht einplant, hat einen Kanal, der nach 6 Monaten nicht mehr gepflegt wird und trotzdem Kosten verursacht.
| Punkt | Wert |
|---|---|
| Portal liefert | Interessenten, die das Büro nicht kennen |
| Portal liefert außerdem | Vergleichbarkeit und Auffindbarkeit |
| Portal liefert nicht | Eigentümerakquise |
| Eigener Kanal umfasst | Website, Unternehmensprofil, Marktbrief, Empfehlungsroutine |
| Laufender Aufwand | rund 5 Stunden im Monat, 60 im Jahr |
| Erstes Jahr | rund 120 Stunden plus einmalige Kosten |
| Messung | Herkunft jeder Anfrage über 12 Monate |
| Schwelle für Reduzierung | über 30 Prozent aus eigenen Kanälen |
| Getrennt prüfen | nach Objektart |
| Zwischenweg 1 | kleineres Paket statt Kündigung |
| Zwischenweg 2 | eigener Kanal 3 bis 5 Tage vor dem Portal |
Wann sich die Verlagerung rechnet
Wenn die Zahl der Anfragen aus eigenen Kanälen einen relevanten Anteil erreicht. Messen Sie über 12 Monate die Herkunft jeder Anfrage: Portal, Website, Profil, Empfehlung, Farming.
Liegt der Anteil aus eigenen Kanälen über 30 Prozent, lässt sich über eine Reduzierung der Portalpakete nachdenken. Darunter kostet jede Reduzierung Objekte statt Gebühren.
Und prüfen Sie getrennt nach Objektart. Bei einer Standardwohnung ist das Portal unverzichtbar, bei einem hochpreisigen oder speziellen Objekt kann der eigene Kanal bereits tragen.
Der Zwischenweg
Kleineres Portalpaket statt Kündigung. Die meisten Anbieter haben gestaffelte Pakete, und ein Wechsel um eine Stufe ist reversibel, eine Kündigung nicht ohne Weiteres.
Objekte zuerst im eigenen Kanal, 3 bis 5 Tage vor der Portalveröffentlichung. Das erzeugt einen Anreiz, den eigenen Kanal zu verfolgen, ohne das Portal aufzugeben.
Und die Herkunftsmessung dauerhaft weiterführen. Sie ist die einzige Grundlage, auf der sich diese Entscheidung jedes Jahr neu und richtig treffen lässt.
Quellen
Häufige Fragen
Kann ein eigener Kanal ein Portal ersetzen?
Nein. Ein Portal liefert Interessenten, die das Büro nicht kennen, ein eigener Kanal erreicht nur die, die es kennen.
Was kostet ein eigener Kanal?
Rund 60 Stunden im Jahr laufend, im ersten Jahr etwa das Doppelte plus einmalige Kosten.
Ab wann kann man Portalpakete reduzieren?
Wenn über 30 Prozent der Anfragen aus eigenen Kanälen kommen, gemessen über 12 Monate.
Was ist der sichere Zwischenweg?
Ein kleineres Paket statt einer Kündigung und die eigene Veröffentlichung 3 bis 5 Tage vor dem Portal.