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Objektvideo oder Fotostrecke: was wirkt

Aufwand gegen Verweildauer, und wann ein Rundgang tatsächlich trägt statt nur teuer zu sein.

Objektvideo oder Fotostrecke: was wirkt
KI-gestützt erstellt. Mehr dazu

Ein Video ersetzt keine Fotostrecke, es ergänzt sie. Wer das umdreht, produziert etwas, das schön aussieht und die Fragen des Interessenten nicht beantwortet.

Was jedes Format leistet

Die Fotostrecke beantwortet Einzelfragen: Wie sieht das Bad aus, wie hell ist das Wohnzimmer, wie groß ist die Küche. Der Interessent steuert selbst und springt zu dem, was ihn interessiert.

Das Video beantwortet eine andere Frage: Wie hängen die Räume zusammen. Diese Frage stellt sich vor allem bei verwinkelten Grundrissen, mehreren Ebenen und Häusern.

Der Grundriss beantwortet beide Fragen teilweise und kostet fast nichts. Deshalb gehört er in jedes Exposé, bevor über ein Video nachgedacht wird.

Der Aufwand, ehrlich gerechnet

Eine Fotostrecke mit 15 Bildern kostet 30 bis 45 Minuten Vorbereitung, 60 Minuten Aufnahme und 45 Minuten Auswahl und Bearbeitung. Zusammen rund 2,5 Stunden.

Ein Video mit 90 Sekunden kostet dieselbe Vorbereitung, 90 Minuten Aufnahme und 2 bis 4 Stunden Schnitt. Zusammen 4 bis 6 Stunden, also etwa das Doppelte.

Bei 25 Objekten im Jahr ist das ein Unterschied von rund 75 Stunden. Diese Zeit muss das Format zurückverdienen, und das tut es nicht bei jedem Objekt.

Format wählen
PunktWert
Fotostrecke beantwortetEinzelfragen je Raum
Video beantwortetwie die Räume zusammenhängen
Grundrissbeantwortet beides teilweise, kostet fast nichts
Aufwand Fotostrecke mit 15 Bildernrund 2,5 Stunden
Aufwand Video mit 90 Sekunden4 bis 6 Stunden
Unterschied bei 25 Objektenrund 75 Stunden im Jahr
Video sinnvoll beimehreren Ebenen, verwinkelten Grundrissen, Außenanlagen, hohem Preis
Video unnötig beiZweizimmerwohnung mit klarem Grundriss
Videolänge60 bis 120 Sekunden
Aufbaudurchgehender Weg statt Schnittfolge
Tonkein Musikbett, keine Adjektivkette
Pflicht auch im Videodie 5 Angaben aus dem Energieausweis

Wann ein Video trägt

Bei Häusern mit mehreren Ebenen, bei verwinkelten Grundrissen, bei Objekten mit Außenanlagen, die den Wert bestimmen, und bei hochpreisigen Objekten, bei denen die Zahl der Interessenten klein und die Vorauswahl wichtig ist.

Nicht bei einer Zweizimmerwohnung mit klarem Grundriss. Dort beantwortet der Grundriss alles, was ein Video zeigen würde, und die Fotostrecke den Rest.

Und nicht als Ersatz für die Pflichtangaben. Ein Video ist eine Immobilienanzeige, und die 5 Pflichtangaben aus dem Energieausweis gehören auch dorthin, wo das Video eingebettet ist.

Was ein brauchbares Objektvideo ausmacht

Länge zwischen 60 und 120 Sekunden. Darunter fehlt die Orientierung, darüber steigt der Anteil derer, die abbrechen, deutlich.

Ein durchgehender Weg statt Schnittfolgen: Eingang, Flur, Wohnbereich, Küche, Schlafzimmer, Bad, Außenbereich. Der Betrachter soll den Weg nachvollziehen können.

Und Ton, der nicht stört. Kein Musikbett, das die eigentliche Information übertönt, und keine Sprecherstimme, die Adjektive aneinanderreiht. Ein ruhiger Weg mit eingeblendeten Raumgrößen wirkt stärker als beides.

Quellen

  1. Gebäudeenergiegesetz, Paragraf 87, Pflichtangaben in Immobilienanzeigen
  2. Google-Hilfe, Fotos und Videos im Unternehmensprofil

Häufige Fragen

Ersetzt ein Video die Fotostrecke?

Nein. Die Fotostrecke beantwortet Einzelfragen, das Video zeigt den Zusammenhang der Räume.

Wie viel Mehraufwand bedeutet ein Video?

4 bis 6 Stunden gegenüber 2,5 für eine Fotostrecke, bei 25 Objekten rund 75 Stunden im Jahr.

Wann lohnt ein Video?

Bei mehreren Ebenen, verwinkelten Grundrissen, wertbestimmenden Außenanlagen und hochpreisigen Objekten.

Wie lang sollte es sein?

60 bis 120 Sekunden, als durchgehender Weg statt als Schnittfolge.