Karat und Tausendteile beschreiben dasselbe auf zwei Wegen. Beim Ankauf wird in Tausendteilen gerechnet, auf ausländischen Stücken steht oft Karat, und die Umrechnung entscheidet über den ausgezahlten Betrag.
Die Umrechnung
Reines Gold ist 24 Karat. Der Feingehalt in Tausendteilen ergibt sich, indem die Karatzahl durch 24 geteilt und mit 1.000 multipliziert wird.
Daraus folgen die üblichen Stufen: 8 Karat sind 333 Tausendteile, 14 Karat sind 585, 18 Karat sind 750, 21,6 Karat sind 900, 22 Karat sind 916, 24 Karat sind 999 oder mehr.
Umgekehrt gilt: Tausendteile geteilt durch 1.000, mal 24. Aus 585 werden so 14,04 Karat, was in der Praxis als 14 Karat bezeichnet wird.
Warum die Stufen nicht glatt sind
8 Karat wären rechnerisch 333,3 Tausendteile, 14 Karat wären 583,3. Die gebräuchlichen Punzen 333 und 585 sind gerundete Werte, und 585 liegt sogar leicht darüber.
Für die Abrechnung ist deshalb der gestempelte Wert maßgeblich, nicht die Karatangabe. Wer aus 14 Karat 583 rechnet, zahlt bei 585er Ware zu wenig.
Bei goldenen Geräten darf der Feingehalt nur in 585 oder mehr Tausendteilen angegeben werden; für Schmucksachen gilt diese Untergrenze nicht, dort ist jeder Feingehalt stempelbar und in Tausendteilen anzugeben.
| Angabe | Entsprechung |
|---|---|
| Reines Gold | 24 Karat |
| Formel | Karat geteilt durch 24, mal 1.000 |
| 8 Karat | 333 Tausendteile |
| 14 Karat | 585 Tausendteile |
| 18 Karat | 750 Tausendteile |
| 21,6 Karat | 900 Tausendteile |
| 22 Karat | 916 Tausendteile |
| 24 Karat | 999 oder mehr |
| Rückrechnung | Tausendteile durch 1.000, mal 24 |
| 585 entspricht | 14,04 Karat |
| Maßgeblich | der gestempelte Wert |
| Untergrenze goldene Geräte | 585 Tausendteile |
| Weitere gültige Stufen | 375, 417, 875 |
| Beispiel 20 Gramm 585 | 936 Euro bei 80 Euro je Gramm Feingold |
| Beispiel 20 Gramm 333 | 532,80 Euro |
Die Fehlerquellen
Erstens die Verwechslung von Karat als Feingehalt mit Karat als Gewicht bei Edelsteinen. Ein Karat Stein sind 0,2 Gramm, ein Karat Gold ist ein Vierundzwanzigstel Feingehalt.
Zweitens ausländische Punzen, die abweichende Stufen verwenden, etwa 375, 417 oder 875. Sie sind gültige Feingehalte und keine Fälschungen.
Drittens die Lötstellen. Der wirkliche Feingehalt darf bei goldenen Geräten nicht mehr als 5 Tausendteile unter dem angegebenen liegen, und maßgeblich ist der Zustand im Ganzen und mit der Lötung eingeschmolzen.
Die Rechnung am Tresen
Ankaufswert gleich Gewicht mal Feingehalt geteilt durch 1.000 mal Feingoldpreis je Gramm abzüglich der Marge. Vier Größen, von denen der Feingehalt die einzige ist, die geprüft werden muss.
Bei 20 Gramm 585er Ware und einem Feingoldpreis von 80 Euro je Gramm ergibt sich ein Materialwert von 936 Euro. Bei 333er Ware desselben Gewichts sind es 532,80 Euro.
Diese Differenz von über 400 Euro entsteht allein aus der Punze. Sie zu prüfen ist deshalb keine Formsache, sondern der wirtschaftliche Kern des Vorgangs.
Quellen
Häufige Fragen
Wie rechnet man Karat in Tausendteile um?
Karatzahl geteilt durch 24, multipliziert mit 1.000.
Warum ist 14 Karat nicht genau 583?
Weil 585 ein gerundeter, gebräuchlicher Punzwert ist, der sogar leicht darüber liegt.
Sind 375 oder 417 Fälschungen?
Nein, das sind gültige ausländische Feingehaltsstufen.
Wie groß ist der Unterschied zwischen 585 und 333?
Bei 20 Gramm und 80 Euro je Gramm Feingold über 400 Euro.