Die erste Prüfstufe kostet 30 Sekunden und findet den größten Teil der einfachen Fälschungen. Sie ersetzt keine Messung, aber sie sortiert aus, bevor Aufwand entsteht.
Der Magnet
Gold, Silber, Platin und Kupfer sind nicht magnetisch. Eisen, Nickel und Kobalt sind es, und viele Fälschungen bestehen aus einem Kern dieser Metalle.
Verwenden Sie einen starken Dauermagneten, keinen Haushaltsmagneten. Bleibt das Stück haften, ist die Sache erledigt; bewegt es sich nur leicht, kann ein magnetischer Anteil in einer Feder oder einem Verschluss stecken.
Der Test hat eine klare Grenze: Wolfram, Blei und Messing sind nicht magnetisch. Ein nicht magnetisches Stück ist deshalb nicht echt, sondern nur nicht auf diese Weise gefälscht.
Die Nitratprobe
Auf eine angeritzte Stelle wird Salpetersäure gegeben. Unedle Metalle reagieren sichtbar, Gold nicht. Die Reaktion und ihre Farbe geben einen Hinweis auf das Material.
Wichtig ist das Anritzen: Wird nur die Oberfläche benetzt, prüft man die Auflage. Eine Vergoldung besteht die Probe, solange sie nicht durchdrungen wird.
Die Probe verändert das Stück. Bei Ware, die als Schmuck weiterverkauft werden soll, ist sie deshalb an einer verdeckten Stelle vorzunehmen oder ganz zu unterlassen.
Die Sichtprüfung
Punzen auf Schärfe und Position prüfen, Gewicht gegen die erwartete Größe halten, Kanten und Ösen auf durchscheinende Farbe untersuchen, Barrenverpackung und Seriennummer kontrollieren. Vier Punkte, die zusammen 60 Sekunden dauern.
Abgenutzte Kanten sind die verräterischste Stelle. Wo eine Auflage dünn wird, scheint die Farbe des Kerns durch, und das ist an Ösen, Ringschienen und Kettenverschlüssen zuerst zu sehen.
Bei Barren gehört die Seriennummer zur Prüfung. Zwei Barren mit derselben Nummer sind ein eindeutiger Befund, und die Kontrolle setzt voraus, dass Nummern überhaupt erfasst werden.
| Punkt | Regel |
|---|---|
| Nicht magnetisch | Gold, Silber, Platin, Kupfer |
| Magnetisch | Eisen, Nickel, Kobalt |
| Werkzeug | starker Dauermagnet |
| Grenze | Wolfram, Blei und Messing sind nicht magnetisch |
| Folge | nicht magnetisch heißt nicht echt |
| Nitratprobe | Salpetersäure auf eine angeritzte Stelle |
| Reaktion | unedle Metalle reagieren sichtbar |
| Wichtig | anritzen, sonst prüft man die Auflage |
| Nachteil | die Probe verändert das Stück |
| Sichtprüfung 1 | Punzen auf Schärfe und Position |
| Sichtprüfung 2 | Gewicht gegen die erwartete Größe |
| Sichtprüfung 3 | Kanten und Ösen auf durchscheinende Farbe |
| Sichtprüfung 4 | Barrenverpackung und Seriennummer |
| Verräterischste Stelle | abgenutzte Kanten und Ösen |
| Dauer Stufe 1 | unter 2 Minuten |
Die Einordnung im Ablauf
Stufe 1 ist Sichtprüfung, Magnet und gegebenenfalls Nitratprobe. Sie kostet unter 2 Minuten und sortiert die einfachen Fälle aus.
Stufe 2 sind Strichprobe oder Röntgenfluoreszenz, Stufe 3 Dichte, Stufe 4 Ultraschall, Stufe 5 die zerstörende Prüfung. Fünf Stufen mit steigendem Aufwand.
Legen Sie fest, ab welchem Wert welche Stufe zwingend ist, und halten Sie je Posten fest, welche durchlaufen wurden. Bei einer Rückfrage der Polizei oder einer Reklamation ist diese Zeile der Nachweis der Sorgfalt.
Quellen
Häufige Fragen
Was erkennt der Magnettest?
Kerne aus Eisen, Nickel oder Kobalt. Wolfram, Blei und Messing erkennt er nicht.
Warum muss bei der Nitratprobe angeritzt werden?
Weil sonst nur die Auflage geprüft wird und eine Vergoldung besteht.
Wo zeigt sich eine dünne Auflage zuerst?
An abgenutzten Kanten, Ösen, Ringschienen und Kettenverschlüssen.
Wie lange dauert die erste Prüfstufe?
Unter zwei Minuten, einschließlich Sichtprüfung und Magnet.