Marketing

Saisonale Auslastung über Winteraufträge steuern

Aufträge, die zwischen November und Februar laufen, und wie sie im Sommer verkauft werden.

Saisonale Auslastung über Winteraufträge steuern
KI-gestützt erstellt. Mehr dazu

Die Lücke zwischen November und Februar ist bei Dachdeckerbetrieben vorhersehbar. Sie lässt sich nicht im Januar füllen, sondern nur im Sommer verkaufen.

Die geeigneten Arbeiten

Dachfenstereinbau und Austausch, Innendämmung und Ausbau im Dachgeschoss, Sanierung von Anschlüssen in geschützten Bereichen, Wartungsverträge, Reparaturen in Innenräumen, Werkstattarbeiten wie Vorfertigung von Klempnerteilen.

Sechs Arbeitsfelder, die von Witterung wenig abhängen. Der Dachfenstereinbau ist dabei der wirtschaftlich stärkste, weil er in 1 bis 2 Tagen je Fenster abgeschlossen ist.

Rechnen Sie mit 30 bis 45 verfügbaren Arbeitstagen zwischen Mitte November und Ende Februar, abhängig von Region und Witterung. Bei 6 Mitarbeitern sind das rund 220 Personentage.

Der Verkauf im Sommer

Bieten Sie Winterarbeiten im Rahmen der Sommeraufträge mit an. Ein Kunde, dessen Dach im Juli neu gedeckt wird, ist der naheliegende Kunde für Dachfenster im Januar.

Nennen Sie den Vorteil konkret: ein fester Termin in einer Zeit ohne Wartefrist. Bei Sommerterminen liegt die Wartezeit in vielen Betrieben bei 8 bis 16 Wochen, im Winter bei 1 bis 3.

Und arbeiten Sie mit einem Terminrabatt statt mit einem Preisnachlass. Ein Termin im Januar zum regulären Preis mit zugesicherter Ausführungswoche ist für den Kunden attraktiver als 5 Prozent im Sommer.

Winterauslastung
PunktWert
Feld 1Dachfenstereinbau und Austausch
Feld 2Innendämmung und Ausbau
Feld 3Anschlüsse in geschützten Bereichen
Feld 4Wartungsverträge
Feld 5Reparaturen in Innenräumen
Feld 6Vorfertigung in der Werkstatt
Verfügbare Arbeitstage30 bis 45 zwischen Mitte November und Ende Februar
Bei 6 Mitarbeiternrund 220 Personentage
Wartezeit im Sommer8 bis 16 Wochen
Wartezeit im Winter1 bis 3 Wochen
EmpfehlungTerminzusage statt Preisnachlass
Zuschlag auf Lohnstunden10 bis 20 Prozent
Witterungspuffer3 bis 6 Ausfalltage je Monat
Wartung je Objekt1 bis 3 Stunden
Folgeaufträge aus Wartung20 bis 30 Prozent

Die Kalkulation

Winterarbeit ist teurer: kürzere Tage, schlechtere Bedingungen, höhere Rüstzeiten. Rechnen Sie 10 bis 20 Prozent Zuschlag auf die Lohnstunden, und weisen Sie ihn nicht gesondert aus.

Dem steht die Alternative gegenüber: 220 Personentage ohne Auftrag. Bei einem Deckungsbeitrag je Personentag im dreistelligen Bereich ist der Unterschied zwischen ausgelastet und leer die eigentliche Rechnung.

Und kalkulieren Sie Witterungspuffer ein. In den Wintermonaten sind 3 bis 6 Ausfalltage je Monat realistisch, und ein Winterplan ohne Puffer verschiebt sich in den März.

Die Wartungsverträge

Sie sind der planbarste Teil des Winters. Eine Dachwartung mit Kontrolle von Rinnen, Abläufen, Anschlüssen und Durchdringungen dauert je Objekt 1 bis 3 Stunden.

Bei 80 Wartungsverträgen und 2 Stunden je Objekt sind das 160 Stunden, verteilt über die ruhigen Wochen. Zugleich erzeugt jede Wartung erfahrungsgemäß in 20 bis 30 Prozent der Fälle einen Reparaturauftrag.

Verkaufen Sie den Vertrag bei der Abnahme, nicht später. Ein Kunde, der gerade ein neues Dach übernommen hat, schließt ihn ab; einer, den man 2 Jahre später anspricht, hat den Bezug verloren.

Quellen

  1. Baustellenverordnung, Paragraf 2, Planung der Ausführung des Bauvorhabens
  2. Bürgerliches Gesetzbuch, Paragraf 631, Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag

Häufige Fragen

Welche Arbeiten laufen im Winter?

Dachfenster, Innendämmung, geschützte Anschlüsse, Wartung, Innenreparaturen und Vorfertigung.

Wann werden Winteraufträge verkauft?

Im Sommer, zusammen mit den laufenden Aufträgen.

Rabatt oder Termin?

Ein zugesicherter Ausführungstermin wirkt stärker als ein Preisnachlass.

Was bringen Wartungsverträge?

Planbare Stunden und in 20 bis 30 Prozent der Fälle einen Reparaturauftrag.