Bei einem Sturmschaden ruft ein Eigentümer 4 Betriebe an und beauftragt den, der zuerst kommt. Der Notdienst ist deshalb der einzige Kanal, in dem Geschwindigkeit den Auftrag entscheidet.
Die Reaktionszeit
Entscheidend ist die Zeit bis zur Rückmeldung, nicht bis zur Anfahrt. Ein Rückruf innerhalb von 30 Minuten mit einem konkreten Termin bindet den Anrufer, auch wenn die Anfahrt erst am Folgetag erfolgt.
Die Anfahrt sollte bei akuter Gefahr innerhalb von 4 Stunden möglich sein. Alles darüber führt dazu, dass ein anderer Betrieb bereits vor Ort war.
Bei einem Sturmereignis kommen erfahrungsgemäß 15 bis 40 Anrufe an 1 Tag. Ohne eine vorbereitete Reihenfolge werden sie in der Reihenfolge des Eingangs abgearbeitet, und das ist selten die Reihenfolge der Dringlichkeit.
Die Organisation
Eine Rufnummer, die auch außerhalb der Bürozeiten erreichbar ist, und eine klare Zuständigkeit je Woche. Ohne festen Dienstplan meldet sich niemand.
Eine Triage in 3 Stufen: akute Gefahr für Personen oder Bausubstanz, eindringendes Wasser ohne akute Gefahr, Schaden ohne Wassereintritt. Nur die erste Stufe rechtfertigt eine sofortige Anfahrt.
Und ein vorbereiteter Fahrzeugbestand: Notabdeckung, Planen, Befestigungsmaterial, Sicherungsmaterial. Vier Gruppen, die im Notdienstfahrzeug bleiben und nicht für die Baustelle abgeräumt werden.
| Punkt | Wert oder Regel |
|---|---|
| Entscheidend | Zeit bis zur Rückmeldung |
| Zielwert Rückruf | innerhalb von 30 Minuten |
| Anfahrt bei akuter Gefahr | innerhalb von 4 Stunden |
| Anrufe bei einem Sturmereignis | 15 bis 40 an einem Tag |
| Voraussetzung | erreichbare Rufnummer außerhalb der Bürozeiten |
| Zusätzlich | fester Dienstplan je Woche |
| Triage Stufe 1 | akute Gefahr für Personen oder Bausubstanz |
| Triage Stufe 2 | eindringendes Wasser ohne akute Gefahr |
| Triage Stufe 3 | Schaden ohne Wassereintritt |
| Fahrzeugbestand | Notabdeckung, Planen, Befestigung, Sicherung |
| Notmaßnahme | sichert, repariert nicht |
| Vor der Sicherung | Bilder mit Datum |
| Getrennt | Notmaßnahme nach Aufwand, Reparatur nach Angebot |
| Folgeauftragsquote | 40 bis 60 Prozent |
Die Abgrenzung
Die Notmaßnahme sichert, sie repariert nicht. Halten Sie das gegenüber dem Kunden und gegenüber der Versicherung schriftlich fest, denn eine Notabdeckung ist keine mangelfreie Deckung.
Dokumentieren Sie den Schaden vor der Sicherung mit Bildern und Datum. Diese Bilder sind die Grundlage der Regulierung, und nach der Abdeckung ist der Zustand nicht mehr feststellbar.
Und geben Sie ein Angebot für die dauerhafte Instandsetzung getrennt ab. Die Notmaßnahme wird nach Aufwand abgerechnet, die Reparatur nach Angebot, und die Vermischung beider erzeugt Rückfragen bei jedem Versicherer.
Der Ertrag
Der Notdienst selbst trägt wenig. Sein Wert liegt darin, dass aus einer Sicherung erfahrungsgemäß in 40 bis 60 Prozent der Fälle ein Reparaturauftrag wird und in einem Teil davon später eine Sanierung.
Bei 60 Notdiensteinsätzen im Jahr sind das 24 bis 36 Reparaturaufträge, ohne jede Werbung. Kein anderer Kanal erzeugt Aufträge mit dieser Quote.
Führen Sie deshalb je Einsatz eine Wiedervorlage nach 5 Werktagen. Ein Kunde, der nach der Sicherung nichts mehr hört, holt für die Reparatur 3 Angebote ein.
Quellen
Häufige Fragen
Was entscheidet über den Auftrag?
Die Zeit bis zur Rückmeldung, idealerweise innerhalb von 30 Minuten mit einem konkreten Termin.
Wie schnell muss die Anfahrt sein?
Bei akuter Gefahr innerhalb von vier Stunden.
Was ist vor der Sicherung zu tun?
Den Schaden mit Bildern und Datum dokumentieren, weil der Zustand danach nicht mehr feststellbar ist.
Wie viele Folgeaufträge entstehen?
Aus 40 bis 60 Prozent der Einsätze wird ein Reparaturauftrag.