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Kooperation mit Zimmerern und Solarteuren aufbauen

Gemeinsame Angebote mit angrenzenden Gewerken, ihre Schnittstellen und die Frage der Haftung.

Kooperation mit Zimmerern und Solarteuren aufbauen
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Ein Bauherr, der ein Dach saniert, braucht in vielen Fällen auch Zimmerer, Elektro und Klempner. Wer das aus einer Hand anbietet, verkauft mehr und übernimmt zugleich mehr Verantwortung.

Die naheliegenden Partner

Zimmerer für Sparren, Schalung und Gauben, Elektrobetrieb für Photovoltaik und Blitzschutz, Klempner für Rinnen und Verwahrungen, Gerüstbau, Trockenbau für den Innenausbau. Fünf Gewerke, die bei Dachsanierungen regelmäßig zusammen auftreten.

Bauen Sie je Gewerk 2 Partner auf, nicht einen. Ein einziger Partner erzeugt Abhängigkeit bei Terminen, und Termine sind im Sommer der Engpass.

Ein fester Ansprechpartner je Betrieb, mit Durchwahl. Bei 5 Gewerken und je 2 Partnern sind das 10 Namen, und diese 10 Namen sind das Netz.

Die zwei Modelle

Im ersten Modell tritt der Dachdecker als Hauptauftragnehmer auf und beauftragt die anderen als Nachunternehmer. Er schuldet dann das Gesamtergebnis und haftet dafür.

Im zweiten Modell erstellt jeder Betrieb ein eigenes Angebot, der Bauherr beauftragt einzeln, und die Betriebe stimmen sich ab. Die Haftung bleibt bei jedem für sein Gewerk.

Das erste Modell erhöht den Auftragswert und das Risiko, das zweite lässt beides beim Einzelnen. Entscheiden Sie das je Vorhaben und nicht grundsätzlich.

Kooperation mit Nachbargewerken
PunktWert oder Regel
Partner 1Zimmerer
Partner 2Elektrobetrieb
Partner 3Klempner
Partner 4Gerüstbau
Partner 5Trockenbau
Je Gewerk2 Partner statt einem
GrundTerminabhängigkeit im Sommer
Modell 1Hauptauftragnehmer mit Nachunternehmern
FolgeHaftung für das Gesamtergebnis
Modell 2getrennte Angebote und Abstimmung
FolgeHaftung je Gewerk
Schriftlich festzulegenSchnittstellen und Reihenfolge
Bei 5 Gewerken4 Übergabepunkte
Mehrwert je Vorhaben20 bis 40 Prozent
Koordinationsaufwand3 bis 6 Stunden je Vorhaben

Die Schnittstellen

Legen Sie je Kombination die Schnittstelle schriftlich fest. Bei Photovoltaik etwa: wer setzt die Dachhaken, wer montiert die Module, wer führt die Leitung ins Gebäude.

Die Dichtheit der Durchdringungen verantwortet der Dachdecker, unabhängig davon, wer die Module montiert. Ein Werk ist frei von Sachmängeln, wenn es sich für die gewöhnliche Verwendung eignet, und ein undichtes Dach tut das nicht.

Und legen Sie die Reihenfolge fest. Bei 5 Gewerken sind das 4 Übergabepunkte, und jeder davon ist ein möglicher Terminverlust.

Der Ertrag

Ein gemeinsames Angebot erhöht den Auftragswert je Vorhaben erfahrungsgemäß um 20 bis 40 Prozent, weil Leistungen mitverkauft werden, die der Bauherr sonst später oder gar nicht beauftragt.

Bei 60 Aufträgen im Jahr und einer durchschnittlichen Summe von 38.000 Euro sind das rechnerisch 456.000 bis 912.000 Euro zusätzlicher Auftragswert, wenn das Modell durchgängig angewendet wird.

Rechnen Sie dem den Koordinationsaufwand entgegen: 3 bis 6 Stunden je Vorhaben. Bei 20 gemeinsamen Vorhaben im Jahr sind das 60 bis 120 Stunden, und im ersten Modell kommt das Gewährleistungsrisiko hinzu.

Vereinbaren Sie deshalb im ersten Modell mit jedem Nachunternehmer 3 Punkte schriftlich: Leistungsumfang, Termin mit Vertragsstrafe oder ohne, und die Gewährleistungsfrist, die nicht kürzer sein darf als die eigene gegenüber dem Bauherrn. Der dritte Punkt wird am häufigsten übersehen und ist im vierten Jahr nach der Abnahme der entscheidende.

Quellen

  1. Bürgerliches Gesetzbuch, Paragraf 633, Sach- und Rechtsmangel
  2. Baustellenverordnung, Paragraf 3, Koordinierung

Häufige Fragen

Welche Partner sind naheliegend?

Zimmerer, Elektro, Klempner, Gerüstbau und Trockenbau, je zwei Betriebe.

Welche zwei Modelle gibt es?

Hauptauftragnehmer mit Nachunternehmern oder getrennte Angebote mit Abstimmung.

Wer haftet für die Dichtheit bei Photovoltaik?

Der Dachdecker, unabhängig davon, wer die Module montiert.

Wie stark steigt der Auftragswert?

Erfahrungsgemäß um 20 bis 40 Prozent je Vorhaben.