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Empfehlungen aktiv im Abnahmegespräch erfragen

Die Frage gehört an die Übergabe, mit Anlass und Handlung in einem Satz.

Empfehlungen aktiv im Abnahmegespräch erfragen
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Ein Dach hält 40 Jahre. Ein Kunde, der eines gekauft hat, kommt in dieser Zeit selten wieder, aber er spricht mit Nachbarn, und das ist der eigentliche Kanal.

Der Zeitpunkt

Im Abnahmegespräch, nachdem das Ergebnis gemeinsam angesehen und die Restarbeiten geklärt sind. Wegen unwesentlicher Mängel kann die Abnahme nicht verweigert werden, und sind auch diese erledigt, ist der Moment erreicht.

Nicht in einer Nachricht danach. Eine schriftliche Bitte nach Abschluss eines Bauvorhabens wirkt wie ein Serienbrief, und die Rücklaufquote entspricht dem.

Und nicht mit der Rechnung. Zwischen einer erbrachten Leistung und einer Zahlungsaufforderung liegt genau die Stimmung, die eine Empfehlung verhindert.

Die Formulierung

Ein Anlass und eine Handlung in einem Satz: Falls in Ihrer Nachbarschaft jemand über sein Dach nachdenkt, geben Sie gern meine Nummer weiter.

Der Anlass ist wichtig. Ohne ihn bleibt die Bitte abstrakt, und abstrakte Bitten werden zugesagt und nicht eingelöst.

Geben Sie 2 Visitenkarten mit, nicht eine. Die zweite ist die, die weitergegeben wird, und dieser kleine Unterschied verdoppelt in der Praxis die Weitergabe.

Die Nachbarschaft

Sie ist bei Dacharbeiten die naheliegende Zielgruppe, weil ein Dach von der Straße aus sichtbar ist und die Nachbarn die Baustelle wochenlang beobachtet haben.

Verbinden Sie die Empfehlungsbitte deshalb mit einem Angebot zur kostenfreien Dachkontrolle in der Nachbarschaft, solange das Gerüst noch steht. Ein Termin ohne Anfahrtsaufwand.

Bei 20 Baustellen im Jahr und je 15 angesprochenen Nachbarn sind das 300 Kontakte mit einer Rücklaufquote von 3 bis 8 Prozent, also 9 bis 24 Termine.

Empfehlungen im Handwerk
PunktWert oder Regel
Zeitpunktim Abnahmegespräch
VoraussetzungRestarbeiten geklärt
Nichtin einer Nachricht danach
Nichtzusammen mit der Rechnung
Formulierungein Anlass und eine Handlung in einem Satz
Visitenkarten2 statt 1
Zielgruppedie Nachbarschaft
Grunddas Dach ist sichtbar, die Baustelle war es auch
Zusatzangebotkostenfreie Kontrolle, solange das Gerüst steht
Bei 20 Baustellen300 Nachbarkontakte
Rücklauf3 bis 8 Prozent
Bei 60 Aufträgen30 grundsätzlich bereite Kunden
Einlösung15 bis 25 Prozent
Ergebnis5 bis 8 Empfehlungen im Jahr

Die Rechnung

Bei 60 Aufträgen im Jahr und einer Zusagequote von 50 Prozent entstehen 30 grundsätzlich bereite Kunden. Davon lösen erfahrungsgemäß 15 bis 25 Prozent ein, also 5 bis 8 Empfehlungen.

Bei einer durchschnittlichen Auftragssumme von 38.000 Euro sind das 190.000 bis 304.000 Euro Auftragswert, für eine Frage, die 2 Minuten je Abnahme kostet.

Führen Sie deshalb bei jeder Anfrage eine Herkunftsspalte. Ohne sie bleibt der wirksamste Kanal des Betriebs unsichtbar, und Werbung wird dort ausgeweitet, wo sie am wenigsten bringt.

Werten Sie die Spalte einmal im Jahr aus, im Januar, wenn ohnehin geplant wird. Bei den meisten Handwerksbetrieben stammen 40 bis 60 Prozent der Aufträge aus Empfehlung und Nachbarschaft, und diese Zahl verändert die Verteilung des Werbebudgets für das kommende Jahr stärker als jede Beratung von außen.

Quellen

  1. Bürgerliches Gesetzbuch, Paragraf 640, Abnahme
  2. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Paragraf 7, unzumutbare Belästigungen

Häufige Fragen

Wann fragt man nach einer Empfehlung?

Im Abnahmegespräch, nachdem die Restarbeiten geklärt sind.

Warum nicht schriftlich danach?

Weil eine schriftliche Bitte nach einem Bauvorhaben wie ein Serienbrief wirkt.

Warum zwei Visitenkarten?

Die zweite ist die, die weitergegeben wird.

Wie viele Empfehlungen entstehen?

Bei 60 Aufträgen im Jahr realistisch fünf bis acht.