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Empfehlungen von Bauherren nach der Abnahme

Der richtige Zeitpunkt liegt nach der Übergabe, nicht während der Bauzeit. Und was dabei zu beachten ist.

Empfehlungen von Bauherren nach der Abnahme
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Während der Bauzeit ist jeder Bauherr angespannt. Nach der Übergabe, wenn das Haus steht und die Mängelliste abgearbeitet ist, ist er es nicht mehr, und erst dann trägt eine Frage nach einer Empfehlung.

Der Zeitpunkt

Nach der Abnahme und nach Abarbeitung der Mängelliste. Vorher ist immer noch etwas offen, und ein offener Punkt überschattet jede Frage nach einer Weiterempfehlung.

Die Abnahme selbst ist dafür der Anker: Der Besteller ist zur Abnahme verpflichtet und kann sie wegen unwesentlicher Mängel nicht verweigern. Sind auch diese abgearbeitet, ist der Zeitpunkt gekommen.

Rechnen Sie 4 bis 8 Wochen nach der Abnahme. In dieser Zeit ist die Erinnerung noch frisch und die Belastung der Bauzeit bereits abgeklungen.

Wie die Frage gestellt wird

Persönlich, im Rahmen eines Abschlussgesprächs oder eines Besuchs. Nicht schriftlich, denn eine schriftliche Bitte nach einem Bauvorhaben wirkt wie ein Serienbrief.

Konkret: Falls jemand in Ihrem Umfeld baut oder saniert, geben Sie gern meine Nummer weiter. Ein Anlass und eine Handlung, beides in einem Satz.

Und mit einer zweiten Bitte: die Erlaubnis, das Projekt als Referenz zu zeigen. Die beiden Fragen gehören zusammen, weil beide dieselbe Zufriedenheit voraussetzen.

Was dabei zu klären ist

Die Zustimmung zur Referenz mit Umfang: Anfertigung von Aufnahmen, Veröffentlichung mit Kanal und Dauer, Nennung der Anschrift. Drei Punkte, schriftlich.

Bei Bauwerken erstreckt sich die Panoramafreiheit nur auf die äußere Ansicht, und die Aufnahme muss von einem öffentlichen Weg erfolgen. Für Innenaufnahmen brauchen Sie die Zustimmung ohnehin.

Und die Frage nach einer Bewertung, getrennt von der Empfehlung. Beide sind unterschiedliche Bitten, und wer sie vermischt, bekommt oft keine von beiden.

Empfehlungen nach der Übergabe
PunktWert
Zeitpunktnach Abnahme und Abarbeitung der Mängelliste
Abstand4 bis 8 Wochen nach der Abnahme
AbnahmePflicht des Bestellers, keine Verweigerung wegen unwesentlicher Mängel
Formpersönlich, nicht schriftlich
Formulierungein Anlass und eine Handlung in einem Satz
Zweite BitteErlaubnis zur Referenz
Zustimmung zur ReferenzAnfertigung, Veröffentlichung mit Kanal und Dauer, Anschrift
Panoramafreiheitnur äußere Ansicht, vom öffentlichen Weg
Getrennt zu haltenEmpfehlung und Bewertung
Bei 12 Projekten im Jahr12 Ansprachen
Zusagequoterund 50 Prozent
Ergebnisrund 2 Empfehlungen im Jahr
Aufwand15 Minuten je Gespräch, 3 Stunden im Jahr

Die Rechnung

Bei 12 abgeschlossenen Projekten im Jahr und einer Frage an jeden Bauherrn sind das 12 Ansprachen. Bei 50 Prozent Zusage und einer Einlösung von einem Drittel entstehen rund 2 Empfehlungen im Jahr.

Zwei Empfehlungen klingen wenig und sind es nicht. Bei einem durchschnittlichen Projekthonorar im fünfstelligen Bereich ist das ein Ertrag, den keine andere Maßnahme bei diesem Aufwand erreicht.

Der Aufwand liegt bei 15 Minuten je Gespräch, also 3 Stunden im Jahr. Führen Sie zusätzlich eine Herkunftsspalte bei jeder Anfrage, dann wissen Sie nach 24 Monaten, welcher Anteil der Aufträge tatsächlich aus Empfehlungen kommt.

Quellen

  1. Bürgerliches Gesetzbuch, Paragraf 640, Abnahme
  2. Urheberrechtsgesetz, Paragraf 59, Werke an öffentlichen Plätzen

Häufige Fragen

Wann fragt man nach einer Empfehlung?

Nach der Abnahme und nach Abarbeitung der Mängelliste, etwa 4 bis 8 Wochen später.

Schriftlich oder persönlich?

Persönlich. Eine schriftliche Bitte nach einem Bauvorhaben wirkt wie ein Serienbrief.

Was klärt man gleichzeitig?

Die Zustimmung zur Referenz mit Umfang: Aufnahmen, Veröffentlichung mit Kanal und Dauer, Nennung der Anschrift.

Wie viele Empfehlungen entstehen?

Bei 12 Projekten im Jahr realistisch rund 2, bei einem Aufwand von 3 Stunden.